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Sonntag, 14 August 2022 00:26

Leuchttürme in North Carolina: Von alten Glatzköpfen, gelebter Geschichte und grandiosen Aussichten Empfehlung

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Bodie Island Lighthouse im Sonnenuntergang Bodie Island Lighthouse im Sonnenuntergang Visit North Carolina

Ob vom Meer, vom Strand oder von der Aussichtsplattform aus, North Carolinas Leuchttürme versprechen bemerkenswerte Aus- und gleichzeitig Einblicke in die Landschaft und die Geschichte des Bundesstaates.

Ein roter Backsteinturm und eine Reise in die Vergangenheit, eine außergewöhnliche Kulisse inmitten der nördlichen Südwassersümpfe, der höchste Turm oder auch die aufwendigste Konstruktion – North Carolinas Leuchttürme bieten Wissen, Attraktion und Panorama in Einem.

Ausblick aus dem Currituck LighthouseAusblick aus dem Currituck LighthouseCurrituck Beach Lighthouse

In Corolla führt eine Wendeltreppe mit 220 Stufen zur Spitze eines roten Backsteinturms – das Currituck Beach Lighthouse. Besucher erleben einen Ausflug in die Vergangenheit, an jenem Ort in luftiger Höhe, an welchem das Leuchtfeuer am 1. Dezember 1875 zum ersten Mal entzündet wurde, um den verbleibenden „dunklen Fleck“ an der Küste von North Carolina zwischen den Leuchttürmen von Cape Henry und Bodie Island zu erleuchten.

Bodie Island LighouseBodie Island LighouseBodie Island Lighthouse

In Nags Head befindet sich der nördlichste der drei Leuchttürme des Cape Hatteras National Seashore – das Bodie Island Lighthouse. Der Turm mit Fresnel-Linse erster Ordnung erstrahlt seit seiner Restaurierung im Jahr 2013 wieder in vollem Glanz und ist seither für Besichtigungen geöffnet.

Versteckt zwischen hohen Kiefern und Süßwassersümpfen bietet das Bodie Island Lighthouse alles andere als eine typische Leuchtturmkulisse. Obwohl er nicht so bekannt ist wie seine Nachbarn, bleibt er ein wichtiger Teil der lokalen Geschichte und ein beliebter Ort für Besucher.

Cape Hatteras LighthouseCape Hatteras LighthouseCape Hatteras Lighthouse

In Buxton steht der höchste Leuchtturm des Landes – das Cape Hatteras Lighthouse. Der rund 60 Meter hohe, spiralförmig gestreifte Turm warnt Segler vor den sogenannten Diamond Shoals, dem „Friedhof des Atlantiks“. Diesen mystischen, etwas furchteinflößenden Namen erhielt das Gebiet rund um den Cape Hatteras Leuchtturm, weil es zu den gefährlichsten Abschnitten der Atlantikküste gehört.

Vor der Küste von Cape Hatteras kollidiert der Golfstrom mit der Virginia Drift, einem Zweig des Labradorstroms aus Kanada. Diese Strömung zwingt Schiffe in Richtung Süden in diese gefährliche, rund 19 Kilometer lange Sandbank namens Diamond Shoals. Hunderte, wenn nicht gar Tausende von Schiffswracks in diesem Gebiet haben ihm den Ruf des Friedhofs des Atlantiks eingebracht.

Ocracoke LighthouseOcracoke LighthouseOcracoke Lighthouse

Der zweitälteste Leuchtturm der USA – das Ocracoke Lighthouse – steht, wie der Name schon sagt, in Ocracoke und feiert nicht nur im Jahr 2023 sein 200-jähriges Bestehend, sondern blickt auch auf eine weitreichende Geschichte zurück. Englische Entdecker erlitten 1585 mit einem Segelschiff Schiffbruch und verzeichneten so erstmals Ocracoke Inlet auf der Landkarte.

Zwei Jahrhunderte später wurde diese Bucht zur meist frequentierten an der Ostküste. Ocracoke Inlet war die einzige vernünftig befahrbare Wasserstraße für Schiffe, die Häfen im Landesinneren wie Elizabeth City, New Bern und Edenton ansteuerten. Ocracoke Village, damals als Pilot Town bekannt, entwickelte sich durch die Nutzung der Bucht. Der US Lighthouse Service erkannte, dass ein Leuchtturm benötigt wurde, um Seeleute durch die Ocracoke-Bucht zu leiten und so begann im Jahr 1794 der Bau auf Shell Castle Island, einer 25 Hektar großen, muschelbedeckten Insel zwischen Ocracoke und Portsmouth Island im Süden.

Vier Jahre später konnte der hölzerne, pyramidenförmige Turm fertiggestellt werden und lockt, obwohl das Bauwerk nicht bestiegen werden kann, auch heute noch Besucher an, die sich sowohl an der Geschichte als auch dem Ausblick erfreuen.

Cape Lookout LighthouseCape Lookout LighthouseCape Lookout Lighthouse

Nur eine Fährfahrt liegt zwischen Leuchtturmliebhabern und dem Cape Lookout Lighthouse auf South Core Banks. Das Besondere an dem Leuchtturm: Er ist die bessere Version seiner Selbst. Denn bereits kurz nach der Fertigstellung galt der Leuchtturm von Cape Lookout aus dem Jahr 1812 als unbrauchbar. Fast ein halbes Jahrhundert später entstand der zweite Cape Lookout Leuchtturm – neuer, höher, besser.

Die doppelwandige Konstruktion – die erste ihrer Art in North Carolina – ermöglichte es, den Turm viel höher zu bauen als frühere Gebäude. Zudem verfügt der neue Turm über eine besondere Fresnel-Linse, die eine noch weitere und bessere Sicht ermöglicht.

Oak Island LighthouseOak Island LighthouseOak Island Lighthouse

Das Oak Island Lighthouse in Caswell Beach ist nicht nur der einzige in North Carolina, der zu 100 Prozent von Freiwilligen verwaltet wird, sondern punktet zudem mit einem Fernsehauftritt in der Netflix-Serie „Along for the Ride“.

Der 1958 fertiggestellte rund 47 Meter hohe Leuchtturm markiert das Zusammentreffen vom Atlantik und Cape Fear River – Besucher haben die Möglichkeit über Schiffsleitern auf den Balkon des Turms zu steigen und die Aussicht zu genießen.

Bald Head Island Lighthouse ("Old Baldy")Bald Head Island Lighthouse ("Old Baldy")Bald Head Island Lighthouse

An der südlichsten Spitze North Carolinas finden Reisende das Bald Head Island Lighthouse, bekannt als Old Baldy (alter Glatzkopf). Der bereits 1817 erbaute, rund 34 Meter hohe Turm bietet eine Belohnung für Reisende, die alle 108 Stufen und fünf Podeste erklommen haben: eine atemberaubende Aussicht auf die Mündung des Cape Fear River.

Im alten Wärterhäuschen werden Besucher über die historische Bedeutung von Bald Head Island informiert und bewundern Artefakte aus den Sammlungen der Old Baldy Foundation, die hier abwechselnd ausgestellt werden. Ein weiteres Highlight des Leuchtturms ist seine Film-Bekanntheit: Er ist im Fernsehfilm „One Summer“ (2021) sowie in „Weekend at Bernie's“ (1989) zu sehen.

Weitere Informationen über North Carolina unter www.visitnc.com, viele Reisetipps und Infos rund um North Carolina findet man auch in unserem USA-Forum.

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