Kultur & Geschichte

Von Flugpionieren, Stararchitekten und Sit-Ins

Einen ganzen Bildungsurlaub könnte man in North Carolina verbringen. Der US-Bundesstaat an der Atlantikküste ist Heimat vieler Museen, Gedenkstätten und Galerien, von denen viele globale Anerkennung genießen. Geschichte wurde hier schon seit der Kolonialzeit geschrieben, im 20. Jahrhundert sogar Weltgeschichte – politisch und technisch.

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Der Restaurantcounter im Civil Rights Museum

Platz nehmen darf man sich hier zwar nicht mehr, aber im alten Woolworth-Kaufhaus von Greensboro dreht sich alles um das wichtigste Sit-In (Sitzstreik) der amerikanischen Geschichte. Vier schwarze Studenten setzten sich 1. Februar 1960 an den nur weißen vorbehaltenen Restaurantcounter und wollten damit gegen die Rassentrennung demonstrieren. Mehrere Hundert andere unterstützten sie bis zum 25. Juli 1960 als die Trennung in weiße und schwarze Bereiche endlich aufgegeben wurde. Heute beherbergt das Kaufhaus das International Civil Rights Center and Museum - der Counter befindet sich noch am alten Platz. Zahlreiche Veranstaltungen, Theateraufführungen und Begegnungen mit Aktivisten der Bürgerrechtsbewegung geben einen sehr persönlichen Einblick in diesen Teil der US-Historie. (http://www.sitinmovement.org)

Mittwoch, 15 Februar 2012 01:00

Ein Museum für Johnny Cash

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Das Grab von Johnny Cash und June Carter in Hendersonville bei Nashville

In der Country-Music-Metropole Nashville entsteht ein großes Museum für den 2003 gestorbenen Johnny Cash. Bauherr ist der Freund des Musikers und Sammler Bill Miller. Das Museum soll im kommenden Sommer eröffnen.

Johnny Cash wäre am 26. Februar 80 Jahre alt geworden. Der Gründer des The Johnny Cash Museum Bill Miller, ein langjähriger Freund des Musikers und Sammler, präsentierte am 14. Februar zusammen mit dem Oberbürgermeister der Hauptstadt von Tennessee Karl Dean die Pläne.

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Neue Ausstellung im Virginia Museum of Fine Arts zeigt Elvis Presley-Fotografien von Alfred Wertheimer

Bis heute ist Elvis Presley, der „King of Rock ’n’ Roll“ und erfolgreichster Solo-Musiker der Mitte des 20. Jahrhunderts, weltberühmt. Weniger bekannt jedoch ist sein Leben außerhalb des Rampenlichts. Das Virginia Museum of Fine Arts (VMFA) in Richmond gewährt vom mit der neuen Sonderausstellung „Elvis at 21“ bis zum 18. März 2012 einen Einblick. Zu sehen sind 56 Schwarz-Weiß-Fotografien aus dem Jahre 1956, aufgenommen von Alfred Wertheimer. Sie zeigen den 21 Jahre jungen Elvis Presley am Anfang seiner steilen Musikkarriere und vor dem Aufstieg zur Rock ’n’ Roll-Ikone – hinter der Bühne und abseits vom Trubel der Musikbranche.

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Mittwoch, 13 April 2011 02:00

Neues Automuseum an der Route 66 in Illinois

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1931 - Oakland Sport Coupe

Am 21. Juli 2011 eröffnet das Pontiac-Oakland Automobile Museum in Pontiac, 160 Kilometer südlich von Chicago an der Route 66

Pontiac liegt 160 Kilometer südlich von Chicago an der legendären Route 66 im US-Bundesstaat Illinois. Wenn am 21. Juli 2011 das Pontiac Oakland Museum eröffnet, wird die amerikanische Kleinstadt zum Mekka der Oldtimer-Fans. Nicht nur Fahrzeuge von Pontiac und Oakland, darunter ein seltenes Oakland Sport Coupé von 1931, gehören zu den Exponaten, sondern auch historische Autoteile und Zubehör wie rund 2.000 Öldosen und Ölkannen, hunderte von Büchern und Zeitschriften, Broschüren, Gebrauchsanweisungen und Werbeanzeigen. Das Museum lässt eine Ära auferstehen, in der die Route 66 zum Mythos wurde und amerikanische Autos zum Maß aller Dinge. In Pontiac ist man auf die „Mother Road“ besonders stolz und nicht zuletzt auch darauf, dass das renommierte Time Magazine Pontiac als „eine der besten Kleinstädte Amerikas“ bezeichnete.

Montag, 14 Februar 2011 14:54

"Neue" alte Kunst im Denver Art Museum

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George Walkus, Kwakwaka'wakw, Four-faced Hamat’sa Mask (Detail)

Nach umfassenden Renovierungsarbeiten zeigt Denvers größtes Kunstmuseum noch nie gesehene Artefakte der Ureinwohner Nordamerikas

Ab sofort zeigt das Denver Art Museum (DAM) zahlreiche noch nie gesehene Kunstwerke und historische Gebrauchsgegenstände der Ureinwohner Nordamerikas. Dank umgebauter und vergrößerter Ausstellungsräume im dritten Stock des Denver Art Museums ist die Ausstellung "American Indian Art" um rund 700 Exponate angewachsen, 650 davon wurden bis jetzt noch nie der Öffentlichkeit gezeigt.

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Das Ohr-O'Keefe Museum of Art in Biloxi

Ein ganzes Ensemble von Museumsbauten hat der kalifornische Stararchitekt Frank Gehry an den Strand von Mississippi gestellt.

Das Ohr-O'Keefe Museum, dem "verrückten Töpfer von Biloxi" gewidmet, ist seit dem 8. November offen für Besucher. Die Eröffnungsausstellung zeigt unter anderem Andy Warhol, Jun Kaneko und 85 Werke von George Ohr selbst.

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Sonntag, 20 Juni 2010 19:28

Charlotte's Museenlandschaft erhält Zuwachs

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Drei neue Museen erweitern den „Wells Fargo Cultural Campus“ in North Carolinas größter Stadt

Gleich drei neue Projekte sorgen für frischen Wind in Charlottes kulturellem Angebot: Voraussichtlich im Oktober 2010 wird das neue Mint Museum mit einer Ausstellungsfläche von nahezu 14.000 Quadratmetern im Herzen von Charlottes Finanzviertel eröffnen. Neben der Kollektion des alten „Mint Museum of Craft + Design“ werden zeitgenössische Kunst sowie amerikanische und europäische Werke gezeigt. Ein Höhepunkt sind die Bilder des in North Carolina geborenen Malers und Karikaturisten Romare Bearden. Anlässlich der Eröffnung erwartet die Besucher ein besonderer Leckerbissen: Das eigens für den Neustart initiierte Projekt „Ten Ten Ten” sieht die Ausstellung der besten Handwerks- und Design-Künstler vor. Die Besucher bekommen Werke des Glasdesigners Danny Lane aus Großbritannien zu sehen sowie Stücke des Schmuckdesigners Ted Noten aus den Niederlanden oder des Möbeldesigners Joseph Walsh aus Irland. Nähere Informationen hierzu gibt es unter www.mintmuseum.org.

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Das neue Visitor Center

Der Gettysburg National Military Park im Süden von Pennsylvania ist um eine Attraktion reicher: Im neu eröffneten Bürgerkriegsmuseum und dem daran angegliederten Besucherzentrum werden auf anschauliche Weise die Geschichte der Schlacht von Gettysburg von 1863 erzählt. In dem neuen Gebäude, das sich architektonisch am 19. Jahrhundert orientiert und das sich optisch hervorragend in die ländliche Umgebung einfügt, hat man auf allerneuste Technik im Inneren aber nicht verzichtet. Somit wird dem Besucher jede Möglichkeit geboten, sich dem Thema anzunähern. Finanziert wurde das 135-Millionen-Dollar-Projekt durch großzügige Spenden von Unternehmen und Privatpersonen.

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Mittwoch, 22 Oktober 2008 02:00

Museum für B.B. King eröffnet

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B.B. King
B.B. King

Ein neues Museum im US-Bundesstaat Mississippi erzählt den Werdegang der lebenden Blueslegende B. B. King und vermittelt tiefe Einblicke in das wirtschaftlich arme, aber musikalisch reiche Baumwollland des Mississippi Delta.

Das B. B. King Museum in Indianola verfolgt eine Musikerkarriere, die in den Clubs dieser Kleinstadt begann und den "Blues Boy" Riley B. King nach ersten Plattenaufnahmen im Jahr 1949 im nahen Memphis zum Weltstar des Blues aufsteigen ließ. Zu sehen sind Kostüme, die berühmten Gitarren namens "Lucille" und 14 Grammy-Trophäen sowie persönliche Exponate aus dem Besitz des Musikers. Schaukästen, Musikstationen und Filme zeigen, wie auf den Baumwellfeldern der ärmsten Region des ärmsten Bundesstaates der USA der Blues entstand - eine eigenständige Form amerikanischer Kultur, die bis heute auf die Populärmusik der ganzen Welt ausstrahlt.

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Dienstag, 30 September 2008 22:53

Washington State: Wo die Zukunft schon im Museum steht

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Flugzeuge, Aliens, große Kunst und kleine Kinder - wo die Zukunft schon im Museum steht: Ausstellungsvielfalt im amerikanischen Nordwesten

Der pazifische Nordwesten der USA ist dem Rest der Welt eben immer voraus: Die Zukunft ist hier schon im Museum gelandet, ganz genau im Science Fiction Museum and Hall of Fame in Seattle. Der Bundesstaat Washington beweist mit einigen der weltweit originellsten Museen, dass diese äußerst spannend und unterhaltsam sein können. Luftfahrt- und Sci-Fi-Museen lassen den uralten Traum vom Fliegen erwachen, Kunstmuseen erinnern an die vielfältigen kulturellen Einflüsse, die in diesem Teil der USA aufeinandertrafen - und selbst für Kinder gibt es hier ein eigenes Museum. Die Eintrittspreise liegen meistens unter der Zehn-Euro-Marke - nicht zuletzt dank des günstigen Wechselkurses. Und wer klug plant, kommt sogar gratis ins Museum.

Veröffentlicht in Washington, Kultur & Geschichte