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Samstag, 22 März 2008 16:07

EC / Maestro Karte in den USA

Mit der Maestro bzw. EC-Karte in die USA

Lange Zeit waren die Vereinigten Staaten von Amerika ein weißer Fleck auf der Landkarte der EC-Kartenbenutzer. Dies gilt nun schon seit einiger Zeit nicht mehr:

Laut dem Bundesverband der Deutschen Banken bzw. der ATM Industry Association kann man mit der EC-Karte bzw. genaugenommen: Maestro-Karte in Nordamerika nunmehr an mehr als 15 Millionen Kassen mit der Karte bezahlen sowie an über 450.000 Geldautomaten ("ATM", Automated Teller Machines) Geld abheben. Wichtig ist jedoch, dass diese Automaten bzw. die Kassen das untenstehende Maestro-Zeichen tragen:

ohne Maestro Logo geht es nichtohne Maestro Logo geht es nicht

Dies ist üblicherweise der Fall, wenn auch Mastercards akzeptiert werden. Im Gegensatz zur Mastercard (eine Kreditkarte, Abbuchung später) ist die Maesto- / EC-Karte eine Debitkarte (Betrag wird umgehend belastet). Dies nur für den Fall, dass man an der Kasse gefragt wird: "Debit or Credit"? Hier ist im Falle der Maestro Karte "Debit!" die richtige Antwort.

Wir haben die Probe aufs Exempel gemacht und die EC-Karte bzw. jetzt "Girokarte" mehrfach getestet und es traten keinerlei Probleme auf. Die Gebühren waren durchwegs günstiger, als wenn man mit der Kreditkarte Geld holt.

Die genauen Kosten entnehmen Sie bitte dem Preisaushang oder den allgemeinen Geschäftsbedingungen Ihrer Bank oder Sparkasse, die diese die Kosten individuell festlegt.

Kunden der Deutschen Bank sind besonders fein raus: Durch eine Kooperation mit der Bank of America (deren Filialen man flächendeckend in den gesamten USA findet) kann man an Automaten dieses Instituts kostenfrei Geld bekommen. Besonders angenehm ist, dass vor allem in vielen Shopping-Malls Geldautomaten der Bank of America stehen.

Aber auch Kunden der DKB, noris bank sowie der comdirect Bank können mit ihrer Karte in den USA kostenlos Geld abheben, wobei beim Bezahlen in den USA nur bei der DKB-Karte keine Gebühren anfallen (Stand 06/2019). 

Aber Achtung!
Die Deutsche Bank sowie andere Banken haben für Länder außerhalb Europas aus Sicherheitsgründen das Limit auf Null gesetzt. Wer im Ausland Geld abheben will, muss das sogenannte Null-Limit eigens aufheben lassen.

Mit den neuen sogenannten V-Pay-Cards, also der neueste EC-Kartengeneration, lässt sich im außereuropäischen Ausland kein Geld abheben.

Das Bezahlen mit der EC-Karte lohnt sich bei kleinen Beträgen nicht. Beim Einchecken in Hotels ist nach wie vor eine Kreditkarte unverzichtbar, da ansonsten Room-Charge (Belastungen auf die Zimmerrechnung) nicht möglich ist - dazu gehört auch das Telefonieren vom Zimmer aus. Auch die Anmietung eines Mietwagens wird ohne Keditkarte schwierig. Sie sollten also nach wie vor bei der Einreise in die USA mindestens eine Kreditkarte bei sich haben (siehe auch unsere Shoppingtipps).

Wichtig - Änderungen ab 2023: 

Mastercard stellt den Maestro-Service ein: Ab 2023 sollen keine neuen Karten mit Maestro-Funktion mehr ausgegeben werden. Damit steht die Girocard in ihrer jetzigen Form vor dem Aus. Laut Auskunft der Kartenfirma sollen ab dem 01. Juli 2023 keine neinen Girokarten ("EC-Karten") mit der Maestro-Funktion mehr ausgegeben, ohne das das Geldabheben im Ausland nicht funktioniert.

Die gute Nachricht: bereits ausgegebene Karten behalten bis zum Ablaufdatum ihre Gültigkeit, außer die ausgebende Bank tauscht die Karte bereits vorher aus. Einzige Alternative zur Nutzung der Girokarte wäre die V-Pay Funktion, die einige Banken ebenfalls anbieten. Aber auch hier steht die Zukunft des Systems in den Sternen. 

Offizieller Grund für die Abschaffung der Maestro-Funktion ist, dass man Girokarten mit dem Maestro-Symbo nicht zum Online-Shopping benutzen kann, was immer wichtig wird. Hinter den Kulissen wird allerdings vermutet, dass das eigentliche Ziel ist, mehr "echte" Mastercards in Umlauf zu bringen und damit verstärkt am E-Commerce mitzuverdienen. 

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