Vorsicht, Elche kreuzen! Alaska im Winter Drucken
Aktuelles - Alaska

Polarlichter über Anchorage
Polarlichter über Anchorage
Fatbiken, Eisfischen oder Schneeschuhwandern: Winterspaß in Alaska – etwas für Abenteurer und Sportbegeisterte

Alaska im Winter? Da mag so mancher frösteln. Dabei entfalten Anchorage und Umgebung zu dieser Jahreszeit ihren ganz besonderen Charme und laden Outdoor-Fans zu tollen Aktivitäten ein.

Im Hundeschlitten durchs Winter-Wonderland

Sich von einem Huskyteam, warm eingepackt im Schlitten, durch die verschneiten Wälder ziehen lassen, ist ein Traum. Selbst als Musher, so heißen die Hundeschlittenführer, Hand anlegen, ist ein unvergessliches Erlebnis! Flott geht es auf dichter Schneedecke durch unberührte Landschaft. Einige der Hunde starten Anfang März beim alljährlichen Iditarod, dem schwersten Hundeschlittenrennen der Welt.

Naturwunder Polarlicht

Anchorage und Umgebung ist ein fabelhafter Ort, um die sogenannte Aurora Borealis zu beobachten. In klaren, kalten Winternächten tanzen die Schleier in allen Grün-, Violett- oder Orangetönen am Himmel. Am besten ist das Spektakel etwas außerhalb der Stadt zu sehen, wo es keine künstlichen Lichtquellen gibt. Viele Hotels bieten einen Weckruf an, sobald die Polarlichter auftauchen. Es gibt sogar eine Aurora-Vorhersage: swpc.noaa.gov/products/aurora-30-minute-forecast.

Unterwegs mit dem Fatbike
Unterwegs mit dem Fatbike
Trips mit dem Fatbike

Anchorage hat die vermutlich höchste Fatbike-Dichte der Welt. Dem Spaß auf den robusten Zweirädern mit den extrabreiten, grobstolligen Reifen sind auch im Winter keine Grenzen gesetzt. 200 Kilometer lang ist das Radwegenetz allein im Stadtgebiet. Auch Bürgermeister Ethan Berkowitz ist ein begeisterter Fatbiker, er zierte sogar die Titelseite des Fachmagazins „Bikelife“. Verschiedene Anbieter bieten geführte Touren an. Rad und Ausrüstung gibt es leihweise in den Fachgeschäften - etwa in Anchorage Downtown und Girdwood.

Unterwegs mit dem Snowmobil

Snowmachines, so nennen Alaskaner ihre PS-starken Motorvehikel. Mit einem Snowmobil lässt sich hervorragend die verschneite Wildnis erkunden. Querfeldein über endlose Weiten. Oder auf geräumten Waldwegen. Man erklimmt hohe Berge und Gletscher – alles auf dem Snowmobil.

Eisfischen mit einem Angel-Guide

Unter der Eisdecke zugefrorener Seen verborgen: Forellen, Lachse und viele andere Fischarten. Zum Angelerfolg unerfahrener Fischer tragen erfahrene Guides bei, die die besten Spots kennen, beim Bohren der Löcher helfen und sicherstellen, dass das Erlebnis Eisfischen mit einem Fang erfolgreich abgerundet wird. Die Ausrüstung stellen die Angelführer.

Am Alyeska Resort
Am Alyeska Resort
Skifahren mit Blick aufs Meer

Oberhalb von Girdwood am Mount Alyeska warten Top-Pisten auf Skifahrer. Durchschnittliche Schneefallmenge: 15 Meter. Das Skigebiet liegt etwa 45 Autominuten von Anchorage entfernt und bietet über 70 "runs" - Tiefschneeabfahrten ebenso wie präparierte Pisten für Genussskifahrer. Das Besondere: Man schwingt direkt aufs Meer zu. Die Talstation liegt nur 100 Meter über dem Meeresspiegel. An der Bergstation können sich Skifahrer u.a. im Restaurant Seven Glacier kulinarisch verwöhnen lassen - Blick aufs Meer und sieben Gletscher inklusive. Ab Mitte Februar scheint die Sonne bereits 14 Stunden, bis Ende April läuft der Skibetrieb. Beste Unterkunft ist das Alyeska Resort (alyeskaresort.com), die Gondel zur Bergstation startet direkt am Hotel.

Langlaufen: Vorsicht, Elche kreuzen! 

Keine andere Stadt in Amerika verfügt über ein so ausgedehntes Langlaufnetz wie Anchorage. Im Kincaid Park mit 50 Loipenkilometern werden auch internationale Wettkämpfe ausgetragen. Und der Tony Knowles Coastal Trail führt über 18 Kilometer am Meer entlang. Auch die flache Moose Meadow in Girdwood bietet ein ausgedehntes Loipennetz.

Mit dem Fatbike durch den Schnee
Mit dem Fatbike durch den Schnee
Moose heißt Elch, also nicht wundern, wenn eines dieser Tiere mit dem riesigen Schaufelgeweih die Spur kreuzt!

Im tiefen Schnee mit Schneeschuhen

Wandern auf leisen Sohlen - wo sonst, wenn nicht in Alaska? Ist man mit Schneeschuhen unterwegs, bedeutet dies "leises Stapfen im Schnee - einen Fuß vor den anderen setzen". Rund um Anchorage liegen schöne Mehrzweckpfade und riesige Parks, wie der Kincaid Park, die perfekt sind fürs Schneeschuhwandern. Etwas nördlich bietet der Bezirk Mat-Su mit seinen Seen und Teichen gepflegte Wege zum Schneeschuhwandern. Ideal für Familien ist es am Eklutna-See oder am Eagle-Fluss. Etwas weiter weg, 40 Autominuten von Anchorage entfernt, offeriert das Eagle River Nature Center geführte Wanderungen. Übernachten kann man hier in Hütten und Jurten. Schneeschuhe sind heute Hightech-Geräte und lassen sich vielerorts leihen.


Anchorage vor den Chugach Mountains
Anchorage vor den Chugach Mountains
Alaska – eine fast unberührte Natur für Einsamkeit suchende, abenteuerlustige und aktive Menschen. Ein Land, das fünfmal so groß ist wie Deutschland, allerdings nur rund 680.000 Einwohner zählt. Anchorage ist zwar nicht die Hauptstadt (das ist Juneau) des nördlichsten US-Bundesstaates, aber sie ist mit rund 291.000 Einwohnern die größte Stadt Alaskas.

Sie feierte im Jahr 2015 ihren 100. Geburtstag und ist Ausgangspunkt für zahlreiche kleine und große Abenteuer. Gleich neben dem International Airport liegt der größte Wasserflughafen der Welt. Die Wildnis beginnt hinter der Stadt. Eine Reise mit dem Zug von Süd nach Nord mit Start in Seward und erlaubt Blicke auf Bär & Co. Anreise in den Wintermonaten ab Frankfurt via Denver oder Seattle nach Anchorage. Der Transport im Winter ist ab/bis Anchorage leicht zu meistern mit Shuttlebus, Taxi, Leihauto oder Flug.

Weitere Infos:
Visit Anchorage, Anchorage, AK 99501-2212, www.anchorage.net oder bei uns im Forum.

Bilder: © Visit Anchorage / Nicole Geils, Jody Overstreet, Jack Bonney

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 23. November 2019 um 20:47 Uhr