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Montag, 22 Dezember 2008 01:00

San Diego Wild Animal Park

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Blick über einen Teil des Parks
Der San Diego Wild Animal Park öffnete im Mai 1972 erstmalig seine Türen für die Öffentlichkeit. Hinter dem neuen Park als Ergänzung zum bekannten San Diego Zoo stand der Gedanke, damit eine Anlage zum Erhalt, der Zucht und Behandlung von Tieren - nicht nur des San Diego Zoo - zu schaffen. Das Grundkonzept der Haltung ist, die Tiere weitestgehend in ihrer natürlichen Umgebung zu zeigen und entsprechend großzügig sind die Gehege angelegt - das größte von ihnen, "East Africa" ist schon alleine größer als der Zoo von San Diego!

Auf den ca. 700 Hektar Fläche befinden sich neben dem Reservat "Ostafrika" auch noch die Lebensräume "Nordafrika", "Südafrika", "asiatische Steppe", "asiatisches Wasserloch" sowie "Bergregion". Entsprechend dem erwähnten Grundkonzept findet sich auf dem Gelände unter anderem auch die weltweit größte Tierklinik sowie der "Frozen Zoo", wo Erbgut, Samen, etc. für die Nachwelt tiefgefroren aufbewahrt wird - beide Bereiche sind aber nicht für Besucher zugänglich.

schlecht geparkt....
schlecht geparkt....
Die moderne Arche Noah hat sich mittlerweile zu einer der Top-Touristenattraktionen in Südkalifornien entwickelt - rund 2 Millionen Besucher werden pro Jahr verzeichnet. Der San Diego Wild Animal Park gliedert sich in mehrere, teilweise sehr unterschiedliche Bereiche. Direkt hinter dem Eingang liegt das "Nairobi Village", wo neben den üblichen Souvenirläden, Restaurants und Eisständen auch ein Streichelzoo zu finden ist. Im nahe gelegenen Amphitheater finden regelmäßig Shows statt - das alles sorgt dafür, dass hier die gefühlte Besucherkonzentration am höchsten ist. Nachdem wir optimistisch waren, auch ohne größeren Kaloriennachschub in Form von Hotdogs, Hamburgern, Pizza und Pasta genügend Kondition für unseren Besuch zu besitzen, haben wir unseren Weg in Richtung "Heart of Africa" fortgesetzt.

Hier finden sich, so wie man es auch aus dem heimischen Zoo kennt, Tiere wie Okapis, Gazellen, Affen, Flamingos und afrikanische Löwen. Nicht nur deswegen ist die Reise in das Herz von Afrika empfehlenswert, sondern auch weil hier die "Journey to Africa" beginnt, die Tramfahrt (gummibereift und von einem Traktor gezogen) hinaus in die weiter oben erwähnten Reservate. Auf dieser Fahrt lassen sich die Tiere in ihren Lebensräumen hautnah erleben, was die Hauptattraktion des San Diego Wild Animal Park darstellt.

Bestien allerorten...
Bestien allerorten...
Bei einigen Ticketvarianten muss die Fahrt mit $10 pro Person extra bezahlt werden und wie es sich für eine Hauptattraktion gehört, bilden sich oft lange Warteschlangen an der Abfahrtsstation, die sich mit einem weiteren Aufpreis etwas abkürzen lassen. Es empfiehlt sich also, gleich nach der Parköffnung direkt Richtung "Simba Station" zu gehen, vor allem an den Wochenenden. Zudem sind die Tiere in den kühleren Morgenstunden aktiver als später in der Mittags- oder Nachmittagshitze. Obwohl der Park nur 45 Autominuten von San Diego entfernt liegt, kann es dort deutlich wärmer als an der Küste sein, gerade im Sommer ist Sonnenschutz und genügend Flüssigkeitszufuhr wichtig.

auch das lässt sich hier entdecken
Aber auch ohne Tram bleiben dem Besucher die Reservate nicht verschlossen. Ein weites Wegenetz durchzieht den Park und von verschiedenen, teils sehr hoch gelegenen Aussichtspunkten, hat man ebenfalls einen Blick auf die weitläufigen Anlagen und seine Bewohner. "Weit" ist hier übrigens im europäischen Sinn zu verstehen. Man ist schon einige Zeit unterwegs und teilweise gilt es auch die eine oder andere Steigung zu überwinden. Dies und die Tatsache, dass hier abseits des Kerngebietes des Parks auch nicht mehr an jeder Ecke Snacks, Softdrinks und Co. zu erwerben sind, scheint viele Besucher wohl abzuschrecken. Gerade die höher gelegenen botanischen Gärten waren sehr sehenswert, ruhig und entspannend, da fast menschenleer. Speziell Kakteenliebhaber und Freunde der kalifornischen Vegetation finden hier zahlreiche pflanzliche Kleinode, die es zu fotografieren lohnt. Nicht unerwähnt lassen möchten wir den ebenfalls im botanischen Bereich des Parks befindlichen Bonsai Pavillon, in dem einige außergewöhnliche Pflanzen zu bewundern sind.

Wenn man in der Gegend ist, empfiehlt sich natürlich ein Besuch des San Diego Zoo und des San Diego Wild Animal Park. Löst man ein Kombinationsticket, spart man sogar noch etwas Geld. Muss man sich entscheiden, fällt die Auswahl schwer: Mehr Safari, mehr Großzügigkeit, dafür aber weniger verschiedene Spezies, das ist der Wild Animal Park. Mehr Tier pro Dollar findet man sicherlich im San Diego Zoo. Unsere ganz persönliche Entscheidung wäre der Wild Animal Park, da wir dort besonders die botanischen Gärten abseits der Menschenmassen sehr genossen haben. San Diego Wild Animal Park und Afrika liegt gleich hinter San Diego!

San Diego Wild Animal Park
15500 San Pasqual Valley Road
Escondido, CA 92027
Tel.: (760) 747-8702

http://www.sandiegozoo.org/wap/index.html
Achtung: zu den Ticketpreisen kommen noch einige Dollar Parkgebühren hinzu!


Die hier genannten Informationen waren zum Zeitpunkt der Überprüfung aktuell. Sollten sie einen Besuch planen, empfehlen wir ihnen, sich auf alle Fälle auf der jeweiligen Homepage über aktuelle Preise usw. zu informieren.
 

Gelesen 18942 mal Letzte Änderung am Dienstag, 03 November 2009 18:37
Veröffentlicht in Kalifornien
Thomas

Seitdem ich 1992 zum ersten Mal in den USA war, bin ich von diesem Land begeistert und bereise es regelmässig.

Besonders angetan hat es mir der Südwesten, in New Mexico fühle ich mich besonders wohl. Zum Abschalten zieht es mich meistens nach Florida, dort ist die Gegend um Naples und Sarasota mein absoluter Favorit.

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