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Welche Streckenlänge ist sinnvoll? Welche Tagesabschnitte sind machbar?
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Geschrieben von Daniela
Mittwoch, 8. April 2009


Viele Reisende, die noch nicht in den USA waren, unterschätzen zu Beginn eines sehr häufig: Amerika ist groß - sehr groß! Das Land ist im wahrsten Sinne des Wortes weit. Man macht instinktiv den Fehler, wenn man eine USA-Karte vor sich sieht, sie ins Verhältnis einer gleichgroßen Deutschlandkarte zu setzen und so erscheinen die Ziele recht nah beieinander. Trotzdem sind San Francisco und Los Angeles (je nach Strecke) 400 bis 500 Meilen auseinander. Und 400 Meilen sind nunmal über 600 km!

Eine solche Strecke ist daher nur dann an einem Tag machbar, wenn man beizeiten losfährt und sich bewusst ist, dass man einen reinen Fahrtag hat und wenn man diesen möglichst auf Interstates überbrücken kann, denn hier kommt man am schnellsten vorwärts.

Geht es ins Landesinnere, durch das Colorado-Plateau zum Beispiel, sind die Interstates fern. Es gibt niedrigere Tempolimits, holprige Pisten und durchaus auch bergige Gegenden. Hier sind Tagesabschnitte von nicht mehr als 200 Meilen sinnvoll, besser noch kürzere Etappen, damit man auch unterwegs anhalten und sich umsehen kann, denn der Südwesten ist optisch fast ein durchgehendes einzigartiges Highlight. Wer hingegen meilenweit durch die schier endlosen Felder der Great Plains fährt, benötigt wiederum nur die reine Fahrzeit, denn hier hat man seltener das Bedürfnis, anhalten und sich umsehen zu wollen.

An der Ostküste reihen sich Städte und kleine Orte manchmal dicht an dicht, es herrscht viel Pendlerverkehr. Trotz Interstates und breit ausgebauten Straßen ist hier nicht immer mit einem schnellen Vorwärtskommen zu rechnen.
Gleiches gilt natürlich auch für alle Ballungsgebiete wie Großraum Los Angeles, San Francisco oder Seattle.

Zu beachten ist im Frühling und Herbst zusätzlich, dass die Tage kürzer sind und man oftmals möglichst vor Sonnenuntergang am Ziel angekommen sein möchte. Wer noch dazu nicht hetzen will, ungern lange im Auto sitzt (was sich in den USA nicht immer vermeiden lässt, es ist nun mal ein weites Land) und täglich noch etwas sehen und erleben möchte, sollte seine Etappen so kurz wie möglich planen. Wer nur 100 Meilen am Tag fährt, braucht zwar länger, ist aber am Ende entspannter und hat mehr gesehen. Für rund 4000 km auf einer größeren Südwestschleife sind schon 3 bis 4 Wochen anzusetzen, wenn man sich auch viele der reichhaltig vorhandenen Highlights anschauen möchte. Man sollte eine Strecke so planen, dass man die meiste Zeit entspannt und in kurzer Zeit von A nach B kommt - es schadet aber nicht, auch 1 bis 2 reine Fahrtage einzubauen. Größere Strecken, an denen man nichts besichtigen möchte, lassen sich so etwas schneller überwinden.

Im Sommer sind zwar die Tage lang, aber gerade im Süden teilweise extrem heiß. Wer dann die Klimaanlage im Auto voll aufdreht, kann im schlimmsten Fall mit einem Hitzschlag beim Verlassen des Fahrzeuges rechnen. Während der Mittagszeit sollte man sich daher eine Pause gönnen und so die heißeste Zeit des Tages überbrücken.

Nicht zuletzt ist die Länge der Tagesetappen auch vom Fahrer abhängig. Wer viel Fahrerfahrung hat, wagt sich schnell längere Strecken zu. Zusätzlich sind Vorerfahrungen im Zielgebiet auch ein Vorteil, der einen oftmals schneller voranbringt. Gemeinhin gilt das Autofahren in den USA als deutlich entspannter und stressfreier als in Deutschland, wodurch sich schon etwas längere Abschnitte fahren lassen, als man im eigenen Land fahren würde.


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Letzte Aktualisierung Montag, 14. Januar 2013
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