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San Francisco PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Thomas   
Freitag, 25. April 2014

Ist San Francisco die schönste Stadt der Welt? Ich weiß es nicht, aber seit meinem Besuch zumindest eine meiner liebsten...

Nur wenige Stunden nach dem Start in Vancouver befinde ich mich schon im Landeanflug auf San Francisco. Der Flug kam mir ziemlich schnell vor, weil ich über alle Sachen nachgedacht habe, die ich in San Francisco besuchen möchte. Würde ich die Golden Gate Bridge aus dem Flugzeug sehen? Nun - ich habe sie zwar gesucht aber konnte sie leider nicht entdecken... Dafür kann ich im Lichtermeer die so charakteristischen Hügel der Stadt sehen, den Hafen und die Bay Area.  San Francisco hat mich schon immer fasziniert, aber bisher kannte ich es nur aus dem Kino, aus Büchern, natürlich auch aus den Liedern und von Fotos.

Ich bin in Kalifornien!!! So weit im Westen wie noch nie!

Mein Traum ist jetzt wahr geworden und ich spüre die angenehme Lufttemperatur, die mit ca. 18 Grad schön mild ist. Nicht schlecht für Januar. Der Weg vom Flughafen dauert nur ca. 20 Minuten, ich erreiche mit dem BART Train die Powell Station. Ich hätte nicht gedacht, dass es so einfach sein würde. Ich war der Empfehlung von Tobias gefolgt, der schon mehrmals hier war, und hatte mir ein Hotel im Zentrum reserviert, direkt gegenüber der Market Street. Mitten in Downtown.

Ich lasse also meine Sachen im Zimmer, nehme mir einen Stadtplan an der Rezeption und gehe los, erstmal Richtung Hafen. Ich kann es kaum erwarten durch die Straßen von San Francisco zu laufen, wie in dem Lied. Ich laufe die Market Street so lange, bis ich am Meer ankomme, von wo ich weitergehe zum Union Square. Was für eine schöne Nacht!
Mich überrascht die Freundlichkeit der Menschen denen ich hier begegne. Immer mit einem Lächeln und Lust zum Reden. Ein Straßenmusiker der wie ein später Hippie der 68er Generation aussieht merkt, wie ich auf dem Stadtplan eine Straße suche und merkt, dass ich ein bisschen verloren erscheine.

"What are you looking for? Do you need any help?"

Ich antworte ihm dass ich nach einem netten Restaurant suche, welches lecker, aber nicht zu teuer ist. Er empfiehlt mir eines, welches von einem gewissen Poe geleitet wird, einem mit ihm befreundeten Pianisten. Weil ich schon an die extrem großen Portionen in diesem Land gewöhnt bin bestelle ich ein "children's plate". Und, na klar: Poe ist ein wundervolles Restaurant mit einem wirklich netten Ambiente.

Am nächsten Tag besuche ich die Sprachschule in San Francisco, die mitten in Downtown liegt. Das Gebäude ist sehr schön mit großen Fenstern und vielen Pflanzen in den Räumen der Sprachschule. Endlich treffe ich die Leute, mit denen ich schon 5 Jahre zusammenarbeite mal persönlich. Doreen, die Academic Director und Kana, welche sich um die Unterkünfte für die Sprachreisenden kümmert. Beide begrüßen mich sehr freundlich und stellen mich Aleda vor, welche schon seit 50(!) Jahren in dieser immer wieder modernisierten Sprachschule arbeitet.

Mir fällt die sehr persönliche Atmosphäre auf, die in dieser Englisch-Sprachschule in San Francisco herrscht. Sobald du diese Sprachschule betrittst wirst du merken, wie die Menschen hier die Arbeit mehr als nur einen Job betrachten, sie kümmern sich um die Studenten und Mitarbeiter hier.
Eine andere Sache, die dir hier sofort auffallen wird ist die Vielfalt der Menschen hier: Es gibt Leute von 15 bis 65 Jahren, nicht nur Studenten zwischen 20 und 35, dass, was man in den meisten anderen Sprachschulen findet. Auch die Nationalitäten sind sehr viel vielseitiger als anderswo, obwohl natürlich wie in jeder Westküstenschule auch hier viele Asiaten sind. Aus irgendeinem Grunde fühle ich mich hier wohl, denn ich merke, wie gut und gerne die Leute hier ihre Arbeit machen.

In der Pause gehe ich einen mit vier Studenten von Linguland einen Café bei Starbucks trinken, drei Deutsche und eine Spanierin plus ich. Ich frage sie, ob sie zufrieden sind und was wir und die Schule verbessern können. Auf die Frage, was ihnen am meisten gefällt antworten sie mir 'die individuelle Aufmerksamkeit', die sie in der Sprachschule bekommen. ein bisschen beneide ich sie - auch mir würde es gefallen, mal für ein paar Wochen in die Schulen zu gehen, statt immer nur für ein paar Tage :-)

Durch San Francisco zu laufen ist ein Erlebnis - das Stadtbild ist unglaublich, ich finde so viele Sachen, die ich mir anschaue, man weiß gar nicht, wo man hinschauen soll... Das beste ist es, die Straßen auf und ab zu laufen, auch wenn es tagelangen Muskelkater verursacht. Denn anschließend kann man von oben nach unten schauen, und jede einzelne Straße ist ein Berg, von dem aus man das Meer sehen kann.

In den nächsten Tagen laufe ich zum Hafen, durch das Financial District, Chinatown, das Hippie-Viertel und das Viertel Castro (die Schwulenszene), außerdem Fisherman's Wharf und Pier 39, von wo aus man das ehemalige Gefängnis Alcatraz und North Beach sehen kann (wo ich übrigens zwei Stunden lang in einer Boutique herumgeschaut habe, wo es 70% Rabatt gab)... Überhaupt: Wenn dir Kleidung und Mode gefällt ist San Francisco unglaublich vielseitig durch all seine Designer Outlets und Mini-Lädchen.

Als gute Touristin lasse ich es mir auch nicht entgehen mit dem berühmten Cable Car zu fahren, der von Fisherman's Wharf zur Market Street fährt: Hügel rauf, Hügel runter mit einem sehr sympathischen Fahrer, dem es scheinbar genauso gut gefällt wie den Touristen. Ich könnte ewig weitererzählen, aber es ist besser, wenn du dir das alles selber anschaust. San Francisco lohnt sich sehr - wegen seiner Leute, der Landschaft und all den Eindrücken ist es neben Vancouver meine Lieblingsstadt in Nordamerika. Ich muss dringend zurückkommen, denn am Ende fehlte mir doch glatt die Zeit die Golden Gate Bridge zu besuchen...

Ein Reisebericht von Maria, 2009

Weitere Infos zu San Francisco gibt es übrigens auch hier bei usa-reise.de
 
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