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Savannah - Flair des Südens PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Thomas   
Freitag, 18. Juli 2008


unterwegs in Savannah
unterwegs in Savannah
Liebevoll restaurierte alte Häuser säumen die mit alten Eichen bestandenen Straßen. Spanish Moss hängt von den Bäumen, zahlreiche kleine Parks mit steinernen Brunnen und Statuen laden zum Verweilen ein. Langsam rollt eine Pferdekutsche über das Kopfsteinpflaster und halt - waren da nicht eben Rhett und Scarlett?

Wer sich jetzt fragt, ob er im falschen Film ist, mag recht haben. Aber wir sind definitiv in der richtigen Stadt und genießen das unnachahmliche Flair des Südens - und dies nicht in Mississippi oder Louisiana, wie viele vielleicht nun spontan vermuten würden,  sondern in Savannah, Georgia, einer Stadt, deren Charme man sich nur schwer entziehen kann.

Savannah wurde 1733 gegründet und kann für sich die Tatsache in Anspruch nehmen, die erste vorab geplante Stadt der USA zu sein. Das daraus entstehende, für viele Städte Amerikas so typische Schachbrettmuster, mag für viele Besucher langweilig sein und außer der besseren Orientierung keine Vorteile bieten. Im Falle von Savannah ist das aber anders: Hier wurden gleich von Beginn an 24 quadratische Parks, so genannte "Squares", vorgesehen.

Chippewa Square
Chippewa Square
Die Squares wurde alle unterschiedlich gestaltet und sind auch heute noch ein beliebter Ort zum Verweilen und Entspannen. Nur drei der Squares fielen dem Städtebau der letzten Jahrzehnte zum Opfer, doch es gibt bereits Pläne zur Wiederherstellung, im Falle des Ellis Square steht die Fertigstellung sogar kurz bevor.

Nicht nur die Squares sind in Savannah erhalten geblieben, sondern auch der historische Stadtkern. Noch in den 50-er Jahren des vorigen Jahrhunderts, nach jahrzehntelangem Verfall wenig mehr als ein besserer Slum, präsentiert sich der knapp 15 km² große "Historic District" mit über 1200 liebevoll restaurierten und gepflegten Gebäuden in Bestform.

Einen ersten Überblick verschafft man sich idealerweise mit einer Rundfahrt per Trolleybus oder stilecht per Kutsche. Das bekanntermaßen etwas entspanntere Südstaaten-Feeling erlebt man aber, wenn man selbst durch die Straßen und Parks schlendert und Savannah auf ganz eigene Faust erkundet. Den Hauch der Geschichte spürt man entlang und in den Parks von Abercorn und Bull Street sowie im "Colonial Cemetery" (ebenfalls an der Abercorn Street gelegen), der mehr Park als Friedhof ist, ganz besonders.

Entlang der beiden vorgenannten Straßen finden sich auch zahlreiche (für amerikanische Verhältnisse) alte Kirchen wie die "Cathedral of St. John the Baptist"mit ihren Doppeltürmen, die "Christ Episcopal Church" im neoklassizistischen Stil oder der "Temple Mickve Israel", die einzige Synagoge der USA im gotischen Stil.

Telfair Academy of Arts & Sciences
Telfair Academy of Arts & Sciences
Die Museenlandschaft ist genauso vielfältig, erwähnt seien hier beispielhaft das Davenport House Museum, das Telfair Museum of Art, das älteste Kunstmuseum des Südens, das Savannah History Museum und - für die Liebhaber von altem Eisen und dem Geruch von Öl - das Roundhouse Railroad Museum.

Aber auch die Gegenwart hat in Savannah ihren ganz speziellen Reiz, denn entspannt Bummeln und Stöbern lässt es sich nicht nur im Historic District, sondern zum Beispiel auch am City Market (Ecke Jefferson und West St. Julian St.), wo alte Getreidespeicher wieder zu neuem Leben erweckt wurden. Früher das wirtschaftliche Herz Savannahs, heute stehen dort zahlreiche Galerien und Ateliers, Restaurants und Geschäfte, zudem finden dort öfters kleinere Festivals statt.

Noch etwas lebhafter ist das Treiben in der River Street, direkt unten am Savannah River und früher Heimat des Hafens. Lagerhäuser und Spelunken sind längst Geschichte. Über die gepflasterten Straße streifen nun Besucher aus aller Welt an Restaurants, Boutiquen, Galerien, kleinen Läden und Musikkneipen vorbei, auch abends pulsiert hier das Leben.

Ca. 300.000 Einwohner nennen Savannah ihre Heimat, entsprechend ist die Auswahl groß, was Unterkünfte angeht. Alle namhaften Hotelketten sind vertreten und offerieren Zimmer für jeden Geschmack und Geldbeutel. Besser eintauchen in Savannahs Flair und das typische Südstaaten-Feeling kann man aber, wenn man sich für ein Bed & Breakfast entscheidet, denn hier verbringt man nicht nur die Nacht, sondern spürt auch die Seele der Stadt. Ganz nebenbei erhält man bei einem Plausch mit den Betreibern während des Frühstücks oft noch ganz spezielle Tipps, die in keinem Reiseführer stehen und Dank denen sich Savannah ganz individuell erleben lässt.

Ganz zum Schluss wollen wir noch kurz erwähnen, dass auch die "kein Urlaub ohne Strand!"-Fraktion keinen Bogen um Savannah zu machen braucht: Knapp 20 Autominuten westlich von Savannah liegt Tybee Island mit seinen Stränden.

Es gibt also kein vorbei im Süden an Savannah, selbst Forrest Gump machte hier Station: Die Bank, auf der er auf den Bus wartete, stand am Chippewa Square (und ist jetzt im Savannah History Museum zu finden). Der Kirchturm, aus dem die Feder in der Eröffnungsszene flog, gehört übrigens zur Independent Presbyterian Church, sie liegt nur wenige Meter vom Chippewa Square entfernt an der Bull Street.

Southern Flair hat für uns nun einen Namen: Savannah!

Weitere Informationen gibt es bei:

In Deutsch:

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www.georgia-usa.de
www.georgia-usa.at
www.georgia-usa.ch


Auf englisch:
http://www.savannahvisit.com

 

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 31. Januar 2015 )
 
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