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Mississippis Golfküste PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Thomas   
Freitag, 5. Oktober 2007


Mississppis Golfküste: Biloxi, Bay St. Louis & Special Guest Katrina

Katrina Memorial in Biloxi
Katrina Memorial in Biloxi
Die Golfküste Mississppis und seine Strände stehen seit jeher etwas im Schatten von Florida, ist es doch der Sunshine State, an den man bei den Stichwörtern "Strand in Amerika" meistens zuerst denkt. Nur wenige deutsche Touristen kannten die langen Sandstrände Mississippis und Städte wie Biloxi oder das malerische Bay St. Louis.

Geändert hat sich das erst am 29. August 2005, nach dem Besuch eines äußerst bekannten Gastes, der weltweit traurige Berühmtheit erlangen sollte: Hurrikan "Katrina".

Mit Winden bis zu 200 km/h und einer Sturmflut von über 10 Metern, die bis zu 10 km ins Landesinnere vordrang, veränderte Katrina schlagartig und mit furchtbarer Gewalt das Antlitz der Küste, fast genauso, wie es "Camille" 1969 schon einmal tat. Hier in Biloxi, nicht in New Orleans, traf "Katrina" auf die Küste und die Folgen waren fürcherlich.

zerstörter Highway
zerstörter Highway
Ende März 2007, unser Flugzeug befindet sich im Landeanflug auf Gulfport und unser Ziel lautet Biloxi. The "Deep South", Mississippi entdecken, lautet das Motto unserer Reise, die an der dortigen Golfküste ihren Anfang nehmen soll. Wieviel touristische Normalität ist im Jahr 2 nach Katrina bereits wieder vorhanden - oder darf man sie überhaupt schon wieder erwarten?

Man darf. Natürlich sind die Narben noch sichtbar: der Wiederaufbau der Brücke über den Golf ist in vollem Gange, zahlreiche Gebäude weisen deutlich sichtbare Beschädigungen auf, einige Restaurants haben noch nicht wieder geöffnet und der Strand ist zwar von Unrat bis in die Tiefe gereinigt, aber zum Zeitpunkt unseres Aufenthalts immer noch gesperrt.

Hollywood Casino Bay St. Louis
Hollywood Casino Bay St. Louis
Strandurlaub fällt also flach - was gibt es sonst noch? Spielcasinos! Freunde von Slotmachines, Poker und Blackjack werden auch in Mississippi glücklich und besonders an der Golfküste gibt es zahlreiche Möglichkeiten, einer entsprechenden Spielleidenschaft zu frönen. Natürlich sind die Spielcasinos hier nicht mit den Megaresorts in Las Vegas zu vergleichen, aber Palace Casino Resort (Biloxi), Isle of Capri (Biloxi) und Hollywood Casino (Bay St. Louis), um nur einige zu nennen, bieten ähnlich wie in Las Vegas zahlreiche Glückspielvarianten, All-you-can Eat Buffets, verschiedene Restaurants und alles was man (oder Frau) sonst so braucht. Die Zimmer sind geräumig, die Preise günstig und damit empfehlen sie sich auch als Unterkunft für all diejenigen, für die das Klimpern von Münzen nicht die schönste Musik in den Ohren ist.

The Bridges - Bay St. Louis
The Bridges - Bay St. Louis
Kein Klimpern, eher den einen oder anderen unterdrückten Fluch, hört man auf den zahlreichen Golfplätzen, die an oder in der Nähe der Küste liegen. Mehr als 20 Championship-Plätze gibt es im Umkreis und sind sie auch die Ursache, dass selbst die Amerikaner die "Gulf Coast" öfters als "Golf Coast" bezeichnen. Das Hollywood Casino in Bay St. Louis verfügt mit "The Bridges" (überaus empfehlenswert!) sogar über einen eigenen Platz - selbst in Las Vegas eine sehr seltene Annehmlichkeit. Mit einer jährlichen Durchschnittstemperatur von knapp 20 °C sind die Plätze zudem das ganze Jahr über garantiert bespielbar.

Wer es nun weniger interessant findet, einen kleinen weißen Ball mit völlig ungeeigneten Stöcken in ein viel zu kleines Loch zu treiben, mag sich vielleicht eher für Kunst & Geschichte begeistern und auch damit kann an Mississippis Golfküste gedient werden: George E. Ohr, landesweit auch als "der verrückte Töpfer" bekannt , lebte und arbeitete in Biloxi. Seine einzigartigen Kunstwerke aus Ton können im Ohr-O' Keefe Museum of Art bewundert werden. Zahlreiche weitere Museen freuen sich über Besucher und auch die Kleinen kommen auf ganz besondere Art auf Ihre Kosten: Im Lynn Meadows Discovery Center, eines der Top-50 Museen für Kinder in den USA, können die Steppkes u.a. einen großen Kran bedienen, einen echten Minitornado berühren oder an riesigen Klettergerüsten einfach nur Spaß haben.

Shrimpkutter an der Küste *
Shrimpkutter an der Küste *
Oder nun doch lieber etwas abschalten? Wie wäre es mit einer gemütlichen Autotour entlang der Küste, entlang eines 40 km weißen Sandstrandes, gesäumt nicht von Palmen, sondern meistens von Eichen. Zahlreiche historische Häuser und Viertel hinter der Küstenstraße sind nach wie vor zu bewundern, auch die so typischen "Antebellum" Häuser findet man hier an der Küste. In Biloxi hat man übrigens die von Hurrikan Katrina hinterlassenen Baumtorsos nicht einfach entfernt, sondern diese für Künstler freigegeben, die daraus eine Allee von sehenswerten Holzskulpuren entlang der Straße schufen.

Bummeln, Stöbern und Entdecken kann man im kleinen Städtchen Ocean Springs, gleich neben Biloxi gelegen. Auch hier wird man an vielen Stellen schmerzlich an die Ereignisse im August 2005 erinnert, aber das Herz der Stadt schlägt schon wieder äußerst kräftig und die meisten Geschäfte haben bereits geöffnet. Besonders viele Galerien und Läden mit Werken lokaler Künstler sind hier zu finden. Wer sich besonders für Glas und Keramik interessiert, dem sei z. B. das Hillyer House (920 Washington Street,) empfohlen. In Erinnerung geblieben ist uns dieses nette Lädchen übrigens auch wegen der außerst leckeren Limonade, die wir dort probiert haben. Sie wird von Katherine, der Besitzerin, selbst gemacht wird.

Biloxis Wahrzeichen: der Leuchtturm *
Biloxis Wahrzeichen: der Leuchtturm *
Auch Bay St. Louis ist nicht weit entfernt und auch dort haben wir einen Tipp: Rickey's Bar & Grill. Ungezwungene Atmosphäre & wirklich gutes Essen. Auch der optimale Ort, um die Kalorienbatterien wieder aufzufüllen wenn man im nahegelegenen Diamond Head Country Club kräftig die Golfschläger geschwungen hat. In diesem Zusammenhang darf auch der Hinweis nicht fehlen, dass in Diamond Head nicht nur gut Golf gespielt werden kann, in der weitläufigen und ruhig gelegenen Siedlung dort gibt es auch Ferienwohnungen zu mieten.

Uns hat es an Mississippis Golfküste gut gefallen. Einen idealeren Start für unsere Mississippi Tour Richtung Norden hätten wir kaum wählen können, die Freundlichkeit der Menschen tat ihr Übriges. Das Resümee unser Aufenthaltes: Mehr Erleben statt nur Meer erleben (und mittlerweile sind die Strände übrigens wieder offen!)

Weitere Informationen rund um Mississippis Golfküste:
 
www.memphis-mississippi.de

* Photos courtesy of the Mississippi Development Authority/Division of Tourism

Letzte Aktualisierung ( Freitag, 30. Januar 2015 )
 
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