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Yellowstone N. P. PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Wolfgang   
Freitag, 28. September 2007


Geysir
Der Yellowstone N. P. liegt in der nordwestlichsten Ecke von Wyoming und erstreckt sich in einem schmalen Streifen auch auf die Staaten Idaho sowie Montana. Er ist der erste und somit der älteste Nationalpark weltweit. Den Status eines National Parks hat dieser Park bereits am 1. März 1872 erhalten. Seit 1916 wird er vom National Park Service verwaltet.

Es waren Trapper (Fallensteller), die in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts in diese noch unbekannten, fast unzugänglichen Bereiche der Rocky Mountains vorstießen. Die Erzählungen und Berichte der Trapper über das Yellowstone Gebiet waren so unwirklich, dass man ihnen damals zuerst gar nicht glaubte. So dauerte es ein halbes Jahrhundert, bis dieses Gebiet intensiver erkundet wurde. Erst jetzt wusste und glaubte man, dass die Erzählungen der Trapper keine Fantasien waren. Glücklicherweise erkannte man schon damals die Einzigartigkeit dieser schützenswerten Landschaft.

Wer kümmerte oder sorgte sich zur damaligen Zeit um den Erhalt der Natur? Eigentlich niemand. Weltweit, und nicht nur in den USA, wurde die Natur als Rohstofflieferant angesehen und ausgebeutet. Unter diesem Gesichtspunkt sind allein die Idee eines Nationalparks und die Umsetzung um so höher einzuschätzen.

Der Yellowstone N. P. verdankt seine Einzigartigkeit einem Hot Spot, d. h. einer Magmablase, die fast so groß ist wie der ganze Park. Sie heizt die etwa 5 km dünne Erdkruste auf und ist für die Existenz der "Wasserspiele" verantwortlich. Diese Blase ist in den letzten 2,2 Millionen Jahren dreimal "geplatzt". Dabei wurden riesige Mengen Gestein und Lava ausgestoßen, die sich bis in die heutigen Nachbarstaaten verteilten und weltweite Auswirkungen hatten. Die Einbruchstelle, Caldera genannt, ist so riesig (45 x 75 km), dass sie erst zufällig bei Luftaufnahmen erkannt wurde. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass diese Ereignisse in regelmäßigen Abständen von etwa 600.000 Jahren stattfinden. Wie es der Zufall will, platzte die Blase zuletzt ebenfalls vor 600.000 Jahren. In den zwanziger Jahren des 19. Jahrhunderts wurden im Park Vermessungsarbeiten durchgeführt. Bei Vergleichsmessungen in den 90er Jahren hat man festgestellt, dass sich der Yellowstone Park um 70 cm gehoben hat. Eine gewaltige Anhebung in dieser "kurzen" Zeit.

Wie ein Magnet ziehen die Naturlandschaften sowie die vielfältige Tierwelt heute jährlich mehrere Millionen Touristen an. Zum Glück verteilen sich die Sehenswürdigkeiten wie Geysire, heiße Quellen, Schlammtöpfe, Sinterterrassen, Wasserfälle und Seen auf den gesamten Park, so dass sich die Menschenmassen verteilen. Eine Parkstraße in Form einer großen Acht erschließt die Sehenswürdigkeiten mit unzähligen Aussichtspunkten. Zur Erkundung der Naturereignisse sind eine Reihe von kurzen Wanderwegen angelegt, auf denen man die Geysire, Quellen, Bassins und all die anderen Sehenswürdigkeiten aus der Nähe ansehen und erleben kann. Aber auch für den Freund ausgedehnter Wanderungen stehen eine Vielzahl von Trails bereit. Der Yellowstone Nationalpark liegt größtenteils auf etwas über 2000 m Meereshöhe. Die Parkstraße steigt an einer Stelle sogar bis auf 2700 m, und die umliegenden Berge der Rocky Mountains erreichen Höhen bis 3400 m. Entsprechend kann sich in den Niederungen der Schnee bis in den Juni halten und im September sind erste Schneefälle nicht ungewöhnlich. Somit konzentriert sich die schneefreie Zeit nur auf die Sommermonate. Im späten Frühjahr und im Spätherbst muss im Park mit Teilsperrungen der Straßen infolge der Schneemassen gerechnet werden. Im Winter kommt der Pkw-Verkehr auf jeden Fall zum Erliegen.

Die Geysire befinden sich überwiegend im westlichen Parkbereich. Auf Holzstegen und asphaltierten Wegen können die Geysire und heiße Quellen besichtigt werden. Der bekannte Old Faithful Geyser - der Getreue - bekam seinen Namen wegen seiner regelmäßigen Eruptionen. Die Abstände der Eruptionen liegen heute zwischen 60 und 90 Minuten. Bei jeder Eruption, die einige Minuten dauert, werden Millionen Liter Wasser bis zu 50 m in die Höhe geschleudert. Die heißen Quellen stehen in der Gunst der Touristen den Geysiren in nichts nach. Ihre Attraktivität verdanken sie den Algen, die, je nach Wassertemperatur und Algenart, die Quellen in verschiedene Farben tauchen.

Etwa in der Mitte des Parks liegen die Schlammtöpfe. Das sind mit mehr oder minder flüssigem Schlamm gefüllte Becken. Einige brodeln wie kochendes Wasser, andere "spucken" nur gelegentlich. Vielfältig ist auch die Farbpalette von weiß, rosa, graublau und braun. Unangenehm ist nur der Schwefelgeruch.
Ebenfalls in der Mitte des Parks verläuft der Grand Canyon Of The Yellowstone, mit den beiden imposanten Wasserfällen und den farbigen Berghängen.

Im Nordwesten liegt Mammoth Hot Springs mit seinen Sinterterrassen. Hier steigt heißes, kalkhaltiges Wasser an die Oberfläche, Kohlensäure entweicht, der gelöste Kalk fällt aus und bildet dann die Sinterterrassen. In diesen unzähligen kleinen Becken siedeln sich wiederum Algen an und geben den Terrassen so ihre Farben. Dort, wo die Quellen versiegen, bleibt dunkelgrauer Kalkstein zurück, denn die Algen können nur im Wasser überleben. Über Holzstege und -gerüste können die Sinterterrassen besichtigt werden.

Aber nicht nur die Auswirkungen der Magmablase mit ihren Wasserspielen machen den Park so interessant, es ist auch die artenreiche Tierwelt, die die Menschen fasziniert und magisch anzieht. Insbesondere die Großwildarten stehen auf der Beliebtheitsskala ganz oben.

Bisons, Wapiti- und Maultierhirsche sind in weiten Teilen des Parks zu finden, während man Elche wesentlich seltener zu sehen bekommt und Grizzly- sowie Schwarzbären nur mit etwas Glück beobachten kann. In den neunziger Jahren wurden im Yellowstone Park auch wieder Wölfe angesiedelt. Daneben gibt es noch eine Vielzahl anderer Tierarten, die hier nicht alle aufgezählt werden können. In der Vogelwelt gibt es noch eine Besonderheit. Im Park lebt eine kleine Zahl der vom Aussterben bedrohten Trompeterschwäne. Sie zählen zu den seltensten Vögeln der Welt. Aber bei aller Liebe zu den Tieren, der Yellowstone Nationalpark ist kein Streichelzoo. Hier leben Wildtiere, die in gewissem Maße an die Anwesenheit des Menschen gewöhnt sind, aber immer noch Wildtiere sind. Auf keinen Fall sollte man versuchen, Tiere zu streicheln oder gar zu füttern. Viele Bären mussten schon erschossen werden, weil sie sich zu sehr an menschliche Lebensmittel gewöhnt hatten und so zur Gefahr für die Touristen wurden. Andererseits gab es durch unvorsichtige Touristen auch Todesfälle an Menschen zu beklagen. Die Aufforderung der Ranger "Don´t feed the animals !", Tiere nicht zu füttern, dient dem Schutz der Menschen und dem Schutz der Tiere gleichermaßen. Halten wir uns daran !

Die Flora des Yellowstone Nationalparks bietet keine herausragenden Besonderheiten. Bedingt durch die Höhenlage wachsen überwiegend Nadelbäume, die weite Flächen des Parks bedecken. Darin eingebettet sind große Grasflächen.

Die Visitor Center und Ranger Stationen sind an allen touristischen Schwerpunkten vertreten. Dort kann man sich über die Geschichte des Parks, über die Geothermik und somit über die Funktionsweise der Geysire ebenso informieren wie über die Tier- und Pflanzenwelt und die Rangerprogramme. Je nach Visitor Center werden Filme oder Diashows zu bestimmten Themen vorgeführt. Für weitere Auskünfte stehen Parkranger zur Verfügung, die auch die Genehmigungen zur Übernachtung im Hinterland ausstellen.
Thematisch werden die Visitor Center durch zwei Museen unterstützt. Das Museum Of The National Park Ranger an der Zufahrtsstraße zum Norris Campground schildert die Entstehungsgeschichte des National Park Service. Das Norris Geyser Basin Museum liegt im gleichnamigen Parkbereich und verdeutlicht die geothermalen Vorgänge im Erdinneren.

Der Park ist touristisch sehr gut erschlossen. Im Yellowstone findet man Unterkünfte in jeder Kategorie (Hotels, Lodges und Cabins), allerdings ist in der Hauptreisezeit ohne Reservierung nur selten ein Zimmer zu bekommen. Besonders originell ist das Old Faithful Inn, das in der gleichnamigen Area liegt. Das alte Haupthaus besteht komplett aus Holz und empfängt den Gast im Innenbereich mit einer urgemütlichen Atmosphäre. Im Park stehen weiterhin folgende Einrichtungen zur Verfügung: Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants, Postämter, Tankstellen, Autowerkstätten, Krankenhäuser und Wäschereien.
Auf den Nationalpark verteilen sich insgesamt zwölf Campgrounds, die zum Teil vorreserviert werden können.
Eine nennenswerte touristische Infrastruktur in unmittelbarer Nähe zum Park gibt es nur in der Stadt West Yellowstone, Montana. Um den Yellowstone Park herum stehen eine Vielzahl von Campingplätzen zur Verfügung.

Mehr Bilder zum Yellowstone N. P. in unserem Fotoarchiv.

Parkplan:
www.nps.gov/common/commonspot/customcf/apps/maps/showmap.cfm



Das Team von usa-reise.de bedankt sich bei Wolfgang für die Erstellung dieser Präsentation.

 

 

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 14. Januar 2015 )
 
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