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White Sands N. M. PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Wolfgang   
Freitag, 28. September 2007


Gipsdünen
Das White Sands N. M. liegt im Süden von New Mexico. Den Status eines National Monuments erhielt dieser Park am 18. Januar 1933 und wird seither vom National Park Service verwaltet.

White Sands – weißer Sand – ist eigentlich nicht richtig, denn hierbei handelt es sich um Gips. Es ist weltweit die größte Gipswüste mit ungefähr 700 km².

Woher kommt dieser Gips? In die umliegenden Berge sind verwitternde Gipsschichten eingelagert. Der Gips wird durch Regenfälle als Calciumsulfat herausgelöst und über viele kleine Bäche in den Lake Lucero in der südwestlichen Ecke von White Sands N. M. geschwemmt. Da der See keinen Abfluss hat, verdunsten in den Sommermonaten große Wassermengen und legen weite Flächen des flachen Sees trocken. Zurück bleiben Gipskristalle, die von vorherrschend aus Südwesten wehenden Winden aufgenommen und zu Dünen angehäuft werden. So findet eine Wanderbewegung der Dünen nach Nordosten statt.

In den Park führt eine 13 km lange Aussichtsstraße mit dem passenden Namen "Heart of the Sands Loop Drive". Sie führt in das "Herz" vom White Sands N. M., in eine strahlend weiße Dünenlandschaft. Zuerst noch asphaltiert, geht diese Straße bald in gepressten Gips über. Bei starkem Wind wird die Straße von Schneeräumfahrzeugen befahrbar gehalten. Entlang der Straße liegen einige kleine Parkplätze mit Informationstafeln zu Besonderheiten und der Möglichkeit, ein Stück in die weiße Pracht hineinzulaufen. Durch die ständige Veränderung der Gipsdünen und der nur sehr spärlichen Vegetation darf man in White Sands N. M. fast ohne Einschränkung kreuz und quer in den Dünen herumlaufen. Am Ende der Aussichtsstraße befinden sich große Parkplätze mit überdachten Picknickplätzen. Hier herrscht besonders an Wochenenden der größte Rummel. Mit Kartons und Plastiktüten unter dem Allerwertesten rutschen die Parkbesucher - und nicht nur die Kinder - die Dünen hinunter. Ein riesiger Sandkasten zum Spielen für Jung und Alt. Wandert man auf einem der wenigen Trails oder übersteigt nur einige Dünen, findet man auch Ruhe und kann die Schönheit und die Natur genießen.

blühende Yuccas auf Gipsdüne
Die schönsten Tageszeiten in White Sands sind der frühe Vormittag und der späte Nachmittag bis Sonnenuntergang. Dann zeichnet die flach stehende Sonne wunderschöne Strukturen in die weißen Gipsflächen. Die Dünen werfen seitlich ihre Schatten und selbst die kleinsten Wellen zeichnen sich deutlich ab. Unglaublich viele Motive, Eindrücke und Stimmungen kann man während dieser Tageszeiten gewinnen. Wellen, die zu einer blühenden Yucca-Pflanze auf einer Düne verlaufen, Spuren von Käfern und kleinen Echsen im körnigen Gipssand oder der einfache Abdruck eines Turnschuhs können in dieser Landschaft zum lohnenden Motiv werden - ganz im Gegensatz zu den Lichtverhältnissen während der restlichen Tageszeit. Dann verlaufen die weißen Gipsdünen zu einer gleichmäßig gleißend weißen Fläche und können den Aufenthalt in diesem ansonsten schönen Park zu einer Enttäuschung werden lassen. Die Sonne wird von den weißen Gipsflächen derart reflektiert, dass man ohne Sonnenbrille kaum etwas erkennen kann und schon fast Schmerzen in den Augen empfindet.

Käferspuren im Gips
Flora und Fauna haben es unter diesen außergewöhnlichen Bedingungen besonders schwer. Extreme Hitze im Sommer, kein Schatten, Wasser- und Nährstoffmangel und dennoch gedeiht eine ganze Reihe von Pflanzen in der Gipswüste. Eine einfache, aber wirkungsvolle Strategie ist, schneller zu wachsen, als die Dünen wandern, um von diesen nicht begraben zu werden. Die meisten leben aber an Rändern und in Tälern von "ortsfesten" Dünen.
Wie in allen Wüstengebieten sind tagsüber meistens nur Vögel, Insekten und ein paar Eidechsen zu sehen. Eine Ausnahme bilden die Oryxantilopen, die man am Rande der Dünenlandschaft beobachten kann. Eigentlich in Afrika beheimatet, wurden ein paar Tiere von der US Army hier ausgesetzt und leben seither im Park. Zu den nachtaktiven Tieren gehören z. B. Nagetiere, Kaninchen, Füchse, Kojoten und Stachelschweine.

Der Park grenzt direkt an den US Highway 70/82, wo auch das Visitor Center mit Museum am Parkeingang liegt. Dort kann man sich über die Geologie und Entstehung der Gipswüste sowie die Tier- und Pflanzenwelt informieren. Dazu wird auch eine Diashow präsentiert. Für weitere Auskünfte stehen Parkranger zur Verfügung.

Das White Sands N. M. beherbergt nur einen einfachen Zeltplatz, der abseits in den Gipsdünen liegt und für den eine besondere Erlaubnis bei den Parkrangern eingeholt werden muss. Die nächsten Campgrounds liegen östlich bei Alamogordo und westlich in Richtung Las Cruces. Auch andere Unterkünfte sind im Park nicht vorhanden. Touristische Infrastrukturen wie Hotels/Motels, Restaurant- und Einkaufsmöglichkeiten findet man ebenfalls in Alamogordo und Las Cruces.

Mehr Bilder zum White Sands N. M. aus unserem Fotoarchiv.

Parkplan: http://www.nps.gov/common/commonspot/customcf/apps/maps/showmap.cfm?alphacode=whsa&parkname=White%20Sands



Das Team von usa-reise.de bedankt sich bei Wolfgang für die Erstellung dieser Präsentation.

 

Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 6. Januar 2013 )
 
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