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Victoria (Vancouver Island ) PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Wolfgang   
Freitag, 28. September 2007


Empress Hotel am Inner Harbour
Victoria, ganz an der äußersten Südspitze von Vancouver Island gelegen, ist die Hauptstadt der Provinz British Columbia. Etwa 300.000 Menschen nennen den Großraum Victoria ihr Zuhause und dennoch bleibt die Stadt überschaubar.
Viktorianische Architektur, rote Doppeldeckerbusse und Pferdedroschken versetzen den Besucher in die Kolonialzeit des British Empire zurück, aber auch die für Westkanada typischen Totempfähle fehlen nicht im Stadtbild Victorias. Dadurch entsteht eine äußerst stilvolle Verschmelzung der "alten" und der "neuen" Welt.

Die Salish Indianer waren wohl die ersten "Einwohner", bevor das "Fort Albert" 1843 von James Douglas gegründet wurde, der dort im Auftrage der Hudson Bay Company einen Außenposten zum Pelzhandel eröffnete. Noch im Juli desselben Jahres wurde es zu Ehren der britischen Königin in "Fort Victoria" umbenannt.

Der wichtigste Schritt für das Wachstum der Region waren wohl die Goldfunde auf dem Festland im Jahre 1858. Goldsucher aus der ganzen Welt, besonders aber aus Kalifornien und Australien, kamen nach Victoria, denn hier war der einzige Pazifikhafen der Region und auch die einzige Möglichkeit, sich mit Ausrüstung zu versorgen.

Victoria bekam Stadtrechte und wurde im Jahre 1871 dann sogar Hauptstadt der Provinz British Columbia, als die beiden Kronkolonien Vancouver Island und British Columbia zusammengelegt wurden.

Mit dem Bau des weltberühmten Empress Hotels 1908 begann Victorias Karriere als Touristenstadt. Das 7000 Räume zählende Haus ist nicht nur Victorias größtes Hotel, sondern auch die erste Adresse der Stadt. Hinter dessen efeuumrankten Mauern nächtigten bereits Könige und große Hollywood-Legenden.
Im Laufe der Jahre wurde das Empress mehrmals aufwändig renoviert, hat aber nichts von seinem ursprünglichen Charme verloren. Im Gegenteil: Man ist sehr darauf bedacht, die ursprüngliche Eleganz zu bewahren.
Die Uferpromenade verwandelt sich jeden Abend in eine große Bühne für allerlei Straßenkünstler und Musikgruppen.

Parlamentsgebäude
Ebenfalls am Inner Harbour gelegen, präsentiert sich das prächtige Parlamentsgebäude inmitten großzügiger, gepflegter Grünanlagen. Von der Spitze der Kuppel glänzt die Statue von Captain George Vancouver, der die nach ihm benannte Insel als Erster umrundete. Das aus gewaltigen Steinquadern erbaute Gebäude wurde von Francis M. Rattenburry entworfen und wurde gerade noch rechtzeitig zum diamantenen Thronjubiläum von Queen Victoria im Jahr 1897 fertiggestellt.
Jeden Abend beleuchten Tausende kleine Lampen die Silhouette des Gebäudes. Man könnte meinen, man hätte einen Vertrag mit Disney gemacht.

Die Innenstadt präsentiert sich sauber und aufgeräumt. Es herrscht eine angenehme und entspannte Stimmung. Von Musik einer der vielen Straßenbands begleitet, ziehen sich die Einkaufsstraßen bis zum Market Square hinauf, der früher das kommerzielle Zentrum der Stadt war und nun völlig renoviert wurde.
Rund um den Platz im Innenhof eines Häuserblocks reihen sich Läden, Galerien und Restaurants auf zwei Ebenen aneinander. Die obere Ebene ist über angebrachte Holzwege erreichbar.

Etwa 21 Kilometer nördlich der Stadt liegen die Butchart Gardens genau dort, wo Jennie Butchart 1904 anfing, einen stillgelegten Steinbruch mit Blumen zu verschönern.
Über eine Million Pflanzen werden jedes Jahr neu gesetzt, um von März bis Oktober eine ununterbrochene Blüte zu gewährleisten. Ebenso viele Besucher strömen jährlich in den Park, der aufgrund ganzjähriger Schönheit einen internationalen Ruf als erstklassiger Schaugarten an Kanadas Westküste genießt.

Butchart Gardens
Neben der Schönheit der Blumen erfreuen sich die Besucher auch am Unterhaltungsprogramm und der dekorativen Beleuchtung, die ihnen in jedem Sommer und zu Weihnachten geboten wird.
Zur Parkanlage gehören sowohl ein Restaurant als auch das ehemalige Wohnhaus der Familie Butchart, wo noch heute in alter britischer Tradition pünktlich um 5 Uhr der Nachmittagstee gereicht wird.

Victoria ist wohl die britischste Stadt außerhalb Großbritanniens, nicht zuletzt durch die Tatsache, dass selbst heute noch mehr Einwohner britischer Abstammung in Victoria leben als irgendwo anders in Kanada.

In Oak Bay, einem der reichsten Villenviertel der Stadt, endet nach etwa 13 km der sehr sehenswerte Marine Scenic Drive.
Nicht nur an zahlreichen Aussichtspunkten, sondern eigentlich während der gesamten Fahrt vom Inner Harbour an der Küste entlang, genießt man immer wieder herrliche Ausblicke auf reizvolle Buchten, die Wasserstraße Juan de Fuca Strait und den gegenüberliegenden Olympic National Park im US-Bundesstaat Washington.

Heute lebt Victoria zum großen Teil vom Tourismus. Wichtige Voraussetzungen dafür waren die Fertigstellung des Trans Canada Highway 1958 und regelmäßige Fährverbindungen nach Vancouver (Personen- und Autofähre nach Tsawwassen) und Seattle (Victoria Clipper, eine schnelle Personenfähre). Einem Tagesausflug nach Victoria steht somit nichts mehr m Wege.
Beim Beacon Hill Park, am Ende der Douglas Street, markiert ein Pfosten die Meile "0" des Trans Canada Highway, der über 8000 km quer durch ganz Kanada bis St. John auf Neufundland verläuft.

Mehr Bilder zu Victoria aus unserem Fotoarchiv.

Weitere Informationen erhält man im Info-Point.

Stadtplan
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Das Team von usa-reise.de bedankt sich bei Markus (Scooby Doo) für die Erstellung dieser Präsentation.

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 3. Februar 2015 )
 
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