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Mesa Verde N. P. PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Wolfgang   
Mittwoch, 26. September 2007


Eingang Mesa Verde N. P.
Der Mesa Verde N. P. liegt im äußersten Südwesten von Colorado, am Rande der Rocky Mountains. Den Status eines Nationalparks erhielt dieser Park am 29. Juni 1906 und wird vom National Park Service verwaltet. 1978 wurde der Park von der UNESCO zum Weltkulturerbe (World Heritage Site) ernannt.

Mesa Verde kommt aus dem Spanischen und bedeutet "grüner Tafelberg". Aber nicht erst auf dem Hochplateau, sondern bereits auf Höhe des Parkeingangs bei 2100 m befindet sich üppiges Grün.

Nach dem Parkeingang steigt die kurvenreiche Parkstraße auf einer Länge von 16 km bis auf 2612 m. An diesem höchsten Punkt der Parkstraße, dem Park Point, liegt ein Aussichtspunkt mit einem herrlichen Rundblick auf die umliegende Landschaft. In Sichtweite liegen die Nachbarstaaten Utah, Arizona und New Mexico. Auf der Weiterfahrt neigt sich das Plateau stetig nach Süden. Kurz nach dem Far View Visitor Center, 24 km ab dem Parkeingang, verzweigt sich die Parkstraße. Rechts geht es zur Wetherill Mesa, während man geradeaus der Parkstraße folgend die Chapin Mesa mit ihren bekannteren und schöneren Ruinen erreicht.

Auf beiden Mesas können die Behausungen der prähistorischen Bewohner aus unterschiedlichen Epochen besichtigt werden. Die ersten Indianer im Bereich des heutigen Nationalparks wurden Korbflechter genannt. Sie lebten dort von Christi Geburt bis ca. 400 n.Chr. und kannten noch keine Häuser. Erst zwischen 400 n. Chr. bis 750 n. Chr. entstanden die Grubenhäuser. Zuerst noch überwiegend in Höhlen, wurden sie ab etwa 600 n.Chr. meistens im Freien errichtet. In den nachfolgenden Jahrhunderten entwickelten die Bewohner ihre Häuser immer weiter. Sie verbanden Räume zu Wohnungen, bauten Wohnungen aneinander sowie übereinander und errichteten so die ersten Dorfstrukturen. Daher der Name Pueblo Indianer (Pueblo = span. Wort für Dorf). Die baulichen Fähigkeiten gipfelten zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert im Bau der mehrstöckigen, aus Lehmziegeln gefertigten Cliff Dwellings (Felswohnungen), deren Ruinen heute als Hauptattraktionen im Park zu bewundern sind. Am Ende des 13. Jahrhunderts verließen allmählich die Bewohner von Mesa Verde für immer ihre Cliff Dwellings und zogen, zusammen mit vielen anderen Pueblo Bewohnern, überwiegend in Richtung Süden an den Rio Grande. Waren es Hungersnöte, ausgelöst durch überbeanspruchte und daher ausgelaugte Böden, Kahlschlag der Wälder im Umkreis der Siedlungen, die 24 Jahre andauernde Dürre ab 1276 n. Chr. oder war es der Druck fremder Nomaden-Indianer, die aus dem Norden eindrangen ? Bis heute sind die Gründe nicht geklärt.

Einige der Ruinenstätten, wie Cliff Palace, die größte Anlage ihrer Art, Balcony House und Long House, sind nur mit einer geführten Rangertour zu besichtigen, während man das Spruce Tree House sowie die kleineren Ruinen und Grubenhäuser in den Sommermonaten auf eigene Faust erkunden kann. Die Ruinen auf der Wetherill Mesa können nicht mit dem eigenen Fahrzeug angefahren werden. Hier verbindet in den Sommermonaten ein kostenloser Minizug die einzelnen Sehenswürdigkeiten.

Im Park gibt es nur wenige Wanderwege. Sie haben eine Länge zwischen 2,3 km und 12,5 km. Die Trails ab dem Morefield Campground sind frei zugänglich, während man für die Trails auf der Mesa eine Genehmigung benötigt.

Trotz der Höhenlage des Nationalparks und der Nähe zu den Rocky Mountains sind die Jahresniederschläge sehr gering, so dass man hier eine halbwüstenhafte bis wüstenhafte Vegetation vorfindet. Allerdings entspricht die Pflanzenwelt nicht der typischen Wüstenvegetation, wie sie im Süden von Arizona oder New Mexico zu finden ist. Hier im Nationalpark herrschen überwiegend Baum- und Straucharten vor, die sich an den Wassermangel angepasst haben. So wird zum Beispiel die Gambels Oak, eine Eichenart, bei einem Alter von 200 bis 300 Jahren nur ca. 2 m hoch, und ihr Stammdurchmesser beträgt gerade einmal 10 bis 12 cm. In den tiefer liegenden Parkbereichen sind die Laubbäume in der Mehrzahl, während in den Hochlagen der Nadelwald mit Kiefern und Wacholder überwiegt. Daneben gedeihen auch einige Kakteenarten und Yuccas.

Die Tierwelt ist, wie in den meisten Wüstenregionen, überwiegend nachtaktiv. In der Morgen- sowie in der Abenddämmerung sind oftmals Maultierhirsche zu beobachten. Im Park leben Wapitihirsche, ganz vereinzelt Luchse und Pumas, weiterhin Kojoten, Waschbären, Stachelschweine, Erd- und Streifenhörnchen, Fledermäuse, dazu über 170 Vogelarten sowie Eidechsen und Schlangen.

Das Far View Visitor Center hat eine sehr schöne Ausstellungen indianischer Handwerkskunst aus dem Südwesten. Es werden Töpfereien der Publo-Indianer, Teppiche der Navajos, Schmuck der Zuni und Flechtarbeiten der Korbmacher gezeigt. Ebenso wird über die Geschichte und Lebensweise der verschiedenen Indianerkulturen im Parkgebiet informiert. Ranger Stationen befinden sich im Morefield Village sowie beim sehr empfehlenswerten Archeological Museum oberhalb vom Spruce Tree House. In dem Museum wird ebenfalls über die Lebensweise der prähistorischen Indianer sowie deren Entwicklung der Baustile vom Grubenhaus bis zum Pueblo informiert. Dort sind außerdem Fundstücke aus dem Nationalpark wie Kleidungsstücke, Schmuck, Töpfereien, Werkzeuge und Waffen der frühen Indianer ausgestellt. Im Visitor Center, in der Ranger Station und an vielen Ruinen stehen Parkranger für weitere Auskünfte zur Verfügung.

In Morefield Village, 6 km nach dem Parkeingang, befindet sich der gleichnamige Campground mit über 400 Stellplätzen (Campen im Hinterland ist im gesamten Park verboten). Weiterhin findet man dort eine Ranger Station, Tankstelle mit Werkstatt, einen kleinen Markt (General Store) mit Snack Bar und einen Waschsalon. Für Nichtcamper steht auf dem Hochplateau die Far View Lodge mit Restaurant und einer weiteren Tankstelle zur Verfügung. Viele der vorgenannten Einrichtungen sind in der Winterzeit, von Ende Oktober bis Ende April, geschlossen. Weitere Unterkünfte, Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten in ausreichender Anzahl findet man 16 km (10 Meilen) westlich in Cortez und 56 km (35 Meilen) östlich in Durango.

Mehr Bilder zum Vorlage N. P. aus unserem Fotoarchiv.

Allgemeine Informationen erhält man im Info-Point.

Parkplan gesamt:
www.nps.gov/common/commonspot/customcf/apps/maps/showmap.cfm

Parkplan Chapin Mesa:
http://www.nps.gov/meve/planyourvisit/upload/map_chapin.pdf

Parkplan Wetherill Mesa:
http://www.nps.gov/meve/planyourvisit/upload/map_wetherill.pdf

Headquarters and Chapin Museum Area:
http://www.nps.gov/meve/planyourvisit/upload/map_headquarters.pdf
 



Das Team von usa-reise.de bedankt sich bei Wolfgang für die Erstellung dieser Präsentation.

 

 

Letzte Aktualisierung ( Montag, 12. Januar 2015 )
 
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