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Jasper National Park PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Wolfgang   
Dienstag, 25. September 2007


In Alberta, am Abzweig des Icefield Parkway vom Yellowhead Highway liegt der mit 10.878 km² größte Nationalpark der kanadischen Rocky Mountains auf einem Plateau im Athabasca Valley.
Anfang des 18. Jahrhunderts wurde hier bereits das Jasper House errichtet, ein kleiner Pelzhandelsposten, der nach Jasper Hawes benannt wurde, welcher den Posten mehrere Jahre führte. 1907 wurde dann der Jasper Nationalpark gegründet und wiederum nach diesem Pelzhandelsposten benannt.

Spirit Island, Malign Lake
Die Stadt Jasper schoss erst 1911 aus dem Boden, als die Grand Trunk Pacific Railway am Athabasca River entlang zum Yellowhead Pass gebaut wurde. Die Gesellschaft war an der Gründung des Nationalparks maßgeblich beteiligt, denn man wollte sich durch den aufkommenden Tourismus eine weitere Einnahmequelle sichern. An Naturschutz wurde erst sehr viel später gedacht.
Die ersten beiden Autos tauchten 1914 auf. Lange Freude hatten die Besitzer allerdings nicht an ihren Fahrzeugen: Bereits am ersten Tag nach ihrer Ankunft per Eisenbahn stießen sie auf der damals einzigen Parkstraße frontal zusammen.

Jaspers großartige Hochgebirgslandschaft präsentiert sich mit majestätischen Bergriesen, Gletschern, kristallklaren Seen, donnernden Wasserfällen, endlosen Nadelwäldern und im Frühling zusätzlich mit herrlich blühenden Bergwiesen. Viele Berggipfel sind höher als 3000 m.

Große Teile des Nationalparks werden in ihrer Ursprünglichkeit erhalten und sind nur auf Wanderwegen, mit dem Kanu oder per Pferd erreichbar. Besonders schön müssen die Nächte auf einem der vielen Campgrounds sein.

Mittelpunkt des Parks ist der Ort Jasper. An der vierspurigen Hauptstraße stehen die meisten Restaurants, wohingegen sich die großen Hotels in ruhiger Lage entlang dem Waldrand ausbreiten.

Unmittelbar in Ortsnähe findet man einige sehr schöne Bergseen wie den Patricia oder den Pyramid Lake unterhalb des gleichnamigen Bergs. Die Wege entlang der beiden Seen sind stets mit Ausflüglern übersät. Lediglich am frühen Morgen hat man die Gelegenheit, das Spiegelbild der Berge in den klaren Seen für sich alleine zu genießen.
Ansonsten stehen die Parkplätze voller Reisebusse, die aufgrund der Nähe zur Stadt diese Sehenswürdigkeiten bevorzugt anfahren. Apropos Nähe zur Stadt: Durch die Wälder gibt es zahlreiche Wanderwege unterschiedlicher Längen, über die man die beiden Seen auch zu Fuß erreichen kann.

Der bekannteste See bleibt aber wohl der bei Kajak- und Kanufahrern sehr beliebte Maligne Lake am Ende der 48 km langen Maligne Road, nach dem Baikalsee der zweitgrößte Gletschersee der Welt. Wer ohne Auto unterwegs ist, kann sich auch mit einem Shuttlebus hierhin bringen lassen.
Eine 90-minütige Bootstour bringt einen zum weltberühmten Spirit Island, dem Wahrzeichen des Parks. An der Anlegestelle in der Nähe der kleinen Insel, die nur bei Höchststand des Sees wirklich zur Insel wird, führt ein kurzer Spaziergang zum Aussichtspunkt auf das berühmte Postkartenmotiv vom Jasper Nationalpark.

Über den Maligne River fließt das Wasser in den Medicine Lake ab, dessen Wasserspiegel über das Jahr um mehr als 20 Meter schwankt. Im Winter und bei Schneeschmelze ist viel Wasser im See und es fließt ganz normal über den Flusslauf ab. Mit dem Ende des Frühlings aber beginnt der Wasserspiegel unter den des Abflusses zu sinken. Wo ist das ganze Wasser geblieben?
Die Indianer dachten seinerzeit, dass Geister für diese dramatischen Schwankungen verantwortlich seien, dabei ist die Erklärung relativ einfach: Der Medicine Lake entwässert sich in eines der größten unterirdischen Flusssysteme Nordamerikas und kommt erst 17 km weiter nördlich am Maligne Canyon wieder ans Tageslicht.
Der bis zu 50 m tiefe Canyon ist eine der spektakulärsten Schluchten der kanadischen Rocky Mountains und stellenweise nicht breiter als einen Meter.

Hoch hinaus kann man auch im Jasper Nationalpark. Die Talstation der 1964 in Betrieb genommenen und in Deutschland gebauten Jasper Tramway liegt 1304 Meter hoch, die Bergstation noch einmal 973 Meter höher. Die Bahn bewegt sich mit etwa 28,8 km/h, so dass man innerhalb weniger Minuten die Bergstation des 2.464 m hohen Whistlers Mountain erreicht.
Die verbleibenden knapp 200 Höhenmeter bis zum Gipfel muss man zu Fuß zurücklegen, was nicht immer ganz einfach ist. Zum einen geht es ziemlich lange nur bergauf, zum anderen können die Wege auch im Sommer unter einer Schneedecke liegen.
Auf dem Gipfel, der durch ein einfaches Schild kenntlich gemacht ist, wird man bereits von einem 360°-Rundumblick über die kanadischen Rocky Mountains erwartet.

Nur wenige Berggipfel innerhalb des Parks können es aber mit Mount Edith Cavells felsiger Schönheit aufnehmen. Unterhalb des Berges führt ein kurzer Wanderweg zu einem blauen Schmelzwassersee, in dem oft Eisblöcke treiben und zum herrlichen Angel Glacier, der zwischen Mount Edith Cavell und Sorrow Peak eingebettet liegt. Von dort kann man auf einer großen Schleife weiter zu den Cavell Meadows wandern, wo sich im Sommer, wenn der letzte Schnee geschmolzen ist, eine vielfältige subalpine Naturlandschaft präsentiert.

Selbst ein Besuch im Winter wird jeden verzaubern, wenn die Bergwelt schneebedeckt in der Wintersonne glänzt. Im Marmot Basin mit langen, seicht gewundenen Anfängerstrecken und hohen alpinen Schussfahrten finden Ski- und Snowboardfahrer aller Klassen bestimmt eine passende Strecke.

Ein wahrhaftiger Höhepunkt ist eine Fahrt auf dem Icefield Parkway. Die 265 km lange „Traumstraße der Rockies", wie der Parkway auch genannt wird, ist neben seiner grandiosen Landschaft auch für seine artenreiche Tierwelt bekannt. Mit großer Wahrscheinlichkeit bekommt man Hirsche, Dickhornschafe, Bergziegen, Elche oder auch Bären zu Gesicht.
Fast schon zu viele Aussichtspunkte laden zum Verweilen ein und lassen so die Fahrt ewig erscheinen.
Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten entlang dieser Route zählen die Athabasca Falls, Sunwapta Falls und der berühmte Athabasca Glacier unterhalb des Columbia Icefield. Am Sunwapta Pass in 2035 Metern Höhe erreicht man schließlich die Grenze zum Banff Nationalpark.

Der Icefield Parkway macht dabei seinem Namen alle Ehre. Immer wieder reichen Gletscherzungen bis an die Straße heran. Am Mount Columbia, Albertas höchsten Berg, befindet sich das Columbia Icefield, ein Zeuge der letzten Eiszeit und das Herzstück der kontinentalen Wasserscheide. Acht Gletscher fließen aus dem Eisfeld und ihr Schmelzwasser speist wiederum drei mächtige Flüsse, die alle in unterschiedlichen Weltmeeren enden: Der Fraser fließt Richtung Westen in den Pazifik, der Athabasca nach Norden ins Polarmeer und das Wasser des Sasketchewan River landet irgendwann einmal im Osten im Atlantik.
Vom Icefield Center starten Reisebusse zur Abfahrtsstelle der Snow Coaches, die auch den normalen Touristen direkt aufs Eis bringen.

Mehr Bilder zum Jasper Nationalpark aus unserem Fotoarchiv.

Karte von Alberta:
http://www.pc.gc.ca/pn-np/ab/jasper/visit/visit33_e.asp

Parkkarte mit Points of Interests:
www.pc.gc.ca/pn-np/ab/jasper/visit/cartes-maps/POI.aspx



Das Team von usa-reise.de bedankt sich bei Markus (Scooby Doo) für die Erstellung dieser Präsentation.

 

Letzte Aktualisierung ( Montag, 12. Januar 2015 )
 
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