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Guadalupe Mountains N. P. PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Wolfgang   
Dienstag, 25. September 2007


Links El Capitan und rechts Guadalupe Peak
Der Guadalupe N. P. liegt im Westen von Texas, etwa 100 Meilen östlich von El Paso, direkt an der Grenze zu New Mexico. Den Status eines Nationalparks erhielt dieser Park am 30. September 1972 und wird seither vom National Park Service verwaltet.

Der Nationalpark liegt am südlichen Ende der gleichnamigen Guadalupe Mountains. Sie sind die Überreste eines 650 km langen Riffs, das aus den Zeiten stammt, als dieses Gebiet noch von Meerwasser bedeckt war. Die Kalkschichten wurden von Ablagerungen überdeckt und zusammengepresst. Durch Hebungen und Faltungen wurden Teile des ehemaligen Riffs emporgehoben. Erosion legte die Kalkschichten wieder frei und bestimmte das heutige Bild der Guadalupe Mountains.

Die Entstehungsgeschichte dieses Gebirges steht in direktem Zusammenhang mit einem zweiten Nationalpark, dem Carlsbad Caverns National Park. Die gleichen Kalkschichten, die die Guadalupe Mountains formten, haben ca. 40 Meilen weiter nördlich die Entstehung der Höhlen von Carlsbad ermöglicht. Dort drang schwach kohlensaures Sickerwasser durch Felsspalten in die Kalkschichten, löste diese auf und hinterließ ein riesiges Höhlenlabyrinth.

Auf dem Wanderweg The Bowl
Wenn man sich dem Guadalupe Mountains N. P. von Süden her nähert, kündigen sich schon von weitem die steilen Felswände des "El Capitan" an. Nur unweit dahinter ragt der Guadalupe Peak, der höchste Berg in Texas, mit 2667 m empor. Der Übergang von den Ebenen in die Berge ist hier im Süden recht abrupt und die Bergspitzen steigen ca. 1500 m aus dem Flachland empor.

Mit dem Auto kann man an den Nationalpark heran-, aber nicht hindurchfahren. Nur der Highway 62/180 streift die östlichen Parkbereiche, wohin es auch die Mehrzahl der Touristen zieht. Hier liegt das Hauptbesucherzentrum (Main Visitor Center) mit einem Campground und etwas abseits die Frijole Ranch. Einige Meilen weiter nordwestlich zweigt vom Highway eine kleine Zufahrtsstraße zum McKittrick Canyon ab, dort befindet sich ebenfalls ein kleines Visitor Center. Ein letzter Eingang führt von Norden in den Park zum Dog Canyon. Auch hier stehen dem Besucher ein kleines Visitor Center und ein Campground zur Verfügung. Die Zufahrt dorthin erfolgt weit ab von den östlichen Parkbereichen und wird nur von wenigen Besuchern zum Wandern, meist Mehrtagestouren ins Hochland, angefahren.

Der Nationalpark hat nichts Spektakuläres zu bieten. Es gibt nicht einmal Aussichtspunkte, die mit dem Auto angefahren werden könnten. Wer sich hier aufhält, hat Wanderschuhe an und erkundet den Park auf einem der zahlreichen Trails. Das Wegenetz hält für jeden Wandertyp den entsprechenden Trail bereit, wobei die kurzen Trails in der Minderheit sind. Die meisten der insgesamt ca. 80 Meilen- (etwa 130 km) langen Wanderwege steigen mit einigen hundert Höhenmetern hinauf in die Berge. Beliebt, aber anstrengend, sind die Wanderungen zu "The Bowl", "Die Schüssel", einer hoch gelegenen, drei Kilometer breiten und mit Nadelwald bedeckten Senke auf einem Bergrücken, die auch als Ausgangspunkt für Mehrtagestouren geeignet ist. Oder die Tour zum Guadalupe Peak mit einem Anstieg von etwas über 900 Höhenmetern. Schon beim Anstieg wird man durch die schönen Ausblicke für die Anstrengungen entschädigt und vom Gipfel schaut man auf die 1500 m tiefer gelegenen weiten Ebenen. Flach und gemütlich geht es in weiten Bereichen im McKittrick Canyon zu. Erst am Ende des Canyons steigt der Weg ins Hochland hinauf. Er überrascht mit einem großen Pflanzenreichtum sowie mit dem einzigen Bach im Park, der ganzjährig Wasser führt. Auf einigen Wegen ist das Reiten ebenfalls erlaubt. Allerdings geschieht dies nur selten und man muss als Wanderer nicht ständig auf die Hinterlassenschaften der Pferde achten.

Die Guadalupe Mountains bilden die nördliche Grenze der Chihuahua-Wüste, die bis weit nach Mexiko hineinreicht. Im Gegensatz zur umliegenden Wüste gibt es im Park eine vielfältige Vegetation. In den tiefer gelegenen Parkbereichen trifft man überwiegend auf Kakteen, Agaven, Yuccas und Sotol. In den mittleren bis hohen Lagen beginnen lockere bis dichte Baumbestände aus Kiefern, Wacholder, Fichten und Espen. Im McKittrick Canyon mischen sich zusätzlich Ahorn, Eichen, Weiden und vereinzelt die Texas-Madrone mit ihrer glatten, rötlichen Rinde dazu.

Collared Lizard
Die Tierwelt ist, wie in den meisten Wüstenregionen, überwiegend nachtaktiv. So durchstöbert schon einmal ein Stinktier in der Nacht den Campground auf der Suche nach etwas Fressbarem. In der Morgen- sowie in der Abenddämmerung sind oftmals Maultierhirsche im Gebiet um den Pine Spring Campground und in der Nähe des Visitor Centers zu beobachten. Weiterhin leben im Park Wapitihirsche, Füchse, Kojoten, Waschbären, Erd- und Streifenhörnchen, dazu über 200 Vogelarten, Eidechsen und Schlangen.

Die drei Visitor Center verteilen sich auf alle Parkeingänge. Dort kann man sich über die Geschichte und Entstehung des Parks, über die Geologie sowie die Tier- und Pflanzenwelt informieren. Je nach Visitor Center wird auch eine Diashow präsentiert. Für weitere Auskünfte stehen Parkranger zur Verfügung, die auch die Genehmigungen zur Übernachtung im Hinterland ausstellen.

Im Nationalpark gibt es nur 2 Campgrounds. Der Pine Springs Campground liegt im Osten nahe dem Visitor Center, der zweite, allerdings sehr kleine Campground befindet sich im Norden beim Dog Canyon Eingang. Ansonsten gibt es im Park keine Unterkünfte und keine Verpflegungsmöglichkeiten. Ein kleines Angebot an Unterkünften, Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten, Tankstellen und einen weiteren Campground findet man 48 km weiter nördlich in Whites City vor den Toren des Carlsbad Caverns National Park. Oder man fährt weitere 30 km bis Carlsbad und erhält dafür eine umfangreiche touristische Infrastruktur. Ähnliche Angebote gibt es in Van Horn, etwa 100 km südlich vom Guadalupe Mountains N. P.

Mehr Bilder zum Guadalupe Mountains N. P. aus unserem Fotoarchiv.

Parkplan: 
www.nps.gov/common/commonspot/customcf/apps/maps/showmap.cfm



Das Team von usa-reise.de bedankt sich bei Wolfgang für die Erstellung dieser Präsentation.

 

 

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