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Death Valley N. P. PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Wolfgang   
Dienstag, 25. September 2007



Badwater
Der Death Valley N. P. liegt in Kalifornien, direkt an der Grenze zu Nevada. Den Status eines Nationalparks erhielt dieser Park am 31. Oktober 1994. Damit verbunden war eine Erweiterung des unter Schutz stehenden Gebietes um gut 50 %, was ihn in die Spitzengruppe der größten Nationalparks der USA brachte. Bereits am 11. Februar 1933 wurde das Death Valley zum National Monument erklärt und wird seither vom National Park Service verwaltet.

Der Nationalpark liegt im südlichen Teil der Mojave-Wüste und ist in Nord-Süd Richtung von bis zu 3368 m hohen Bergen umgeben. Das führt in den Sommermonaten zu außergewöhnlich hohen Temperaturen im Tal. Einen Weltrekord hält das Death Valley, 1974 war es an 134 Tagen über 38° C heiß. Im gleichen Jahr wurden eine Bodentemperatur von 94° C und eine Lufttemperatur von 53° C gemessen. Der Hitzerekord stammt aus dem Jahre 1913 mit 57° C Lufttemperatur.

Das Death Valley – Tal des Todes – erhielt seinen Namen 1849. Auf der Suche nach einem kürzeren Weg zu den Goldfeldern in Kalifornien kam ein Wagentreck in dieses Tal. Leider versperrten die Berge den Weg nach Westen. Einige Teilnehmer des Trecks kehrten um, andere versuchten vergeblich, in dem etwa 220 km langen und bis zu 25 km breiten Tal mit den Wagen über die Berge zu gelangen. Für diese Gruppe war an Umkehr nicht mehr zu denken, weder Wasser noch Lebensmittel hätten dafür ausgereicht. Zwei Männer machten sich schließlich zu Fuß auf den Weg und fanden nach ungefähr 250 Meilen im San Fernando Valley Hilfe. Sie kamen zurück und retteten die Überlebenden. Aber viele Mitglieder des Wagentrecks verdursteten in diesem wasserarmen Glutofen.

Ganz wasserlos ist das Death Valley allerdings nicht. Im Zentrum und bis in den Süden des Parks, beim 86 m unter dem Meeresspiegel liegenden Badwater, gibt es kleine Seen und Tümpel, deren Wasser heiß und äußerst salzhaltig ist. In ihnen leben die urzeitlichen Pup-Fische und einige Insekten. Das Umfeld dieser Seen und Tümpel ist zu einem Schlamm- und Salzbrei eingedickt und bildet an der Oberfläche große, salzverkrustete Flächen. Die anderen Bereiche des Talbodens sind überwiegend mit Geröll bedeckt. Nur in einem verhältnismäßig kleinen Gebiet findet man auch Sanddünen.

Auch wenn im Sommer die Temperaturen sehr stark ansteigen, ist der Death Valley N. P. das ganze Jahr zum Wandern geeignet. Entsprechende Trails stehen im Sommer in den Bergen und im Winter im Tal zur Verfügung.

Common Chuckwalla
Die verschiedenen Klimazonen zwischen Meereshöhe und über 3000 m haben im Nationalpark eine erstaunliche Pflanzenvielfalt mit über 900 Arten hervorgebracht. Davon wachsen 23 Pflanzenarten endemisch, das heißt ausschließlich in diesem Park. Die Vegetation ist niedrig und besteht überwiegend aus Gräsern, Büschen, einjährigen Pflanzen sowie den typischen Wüstenpflanzen wie Agaven, Yuccas und Kakteen. Wenn im Frühjahr ausreichende Niederschläge fallen, keimen die über Jahre im Boden schlummernden Samen und verwandeln die Wüste in ein farbiges Blütenmeer. In den Hochlagen der Berge wachsen einige Nadelbaumarten.
In diesen Höhenlagen ist das größte Tier des Parks beheimatet, das Dickhornschaf. In den Niederungen sind die meisten Tiere wegen der Hitze nachtaktiv, meistens Nagetiere. Tagsüber sind Vögel und einige Eidechsenarten zu sehen, mit etwas Glück auch ein Kojote.

Die Zufahrt in das Death Valley kann aus allen vier Himmelsrichtungen erfolgen. An den Parkstraßen liegen einige Aussichtspunkte. Einer der sehenswertesten ist Zabriskie Point. Man blickt auf wellenförmige Hügelketten mit "Marmorkuchenmuster" in ocker und braun. Abseits der Hauptstraßen kann man auf dem Artists Drive einen schönen farbigen Streckenabschnitt befahren.

Zabriskie Point
Dreh- und Angelpunkt ist die Oase Furnace Creek in der östlichen Mitte des Parks. Hier befindet sich die größte touristische Infrastruktur innerhalb des Parks mit Campingplatz, Motel, Hotel einschl. Restaurants, einem 18 Loch Golfplatz (leider ein künstlich bewässerter Rasenplatz, der mit dem Nationalparkgedanken ebenso wenig vereinbar ist wie mit der Ressourcenschonung), Lebensmittelladen, Autowerkstatt und ein Visitor Center. Dort kann man sich über die Geschichte des Parks, die Geologie, die Tier- und Pflanzenwelt sowie über Rangerprogramme informieren. Weiterhin wird alle 30 Minuten eine Diashow über den Nationalpark gezeigt. Für weitere Auskünfte stehen Parkranger zur Verfügung, die auch die Genehmigungen zur Übernachtung im Hinterland ausstellen. Ein weiteres Visitor Center findet man in Beatty, nordöstlich außerhalb des Parks, und eine Ranger Station in Stovepipe Wells.

Übernachtungsmöglichkeiten in Hotels oder Motels sowie privaten Campgrounds stehen innerhalb der Parkgrenzen - wie schon angesprochen - in Furnace Creek, aber auch in Stovepipe Wells und im Panamint Springs Resort (am Westeingang) zur Verfügung. Über den Nationalpark verteilen sich insgesamt neun Campgrounds unter Leitung der Parkverwaltung.

Mehr Bilder zum Death Valley N.P. aus unserem Fotoarchiv.

Weitere Informationen erhält man im Info-Point.

Parkplan:
www.nps.gov/common/commonspot/customcf/apps/maps/showmap.cfm

sowie http://www.nps.gov/deva/planyourvisit/upload/Regional-Map.gif 
 



Das Team von usa-reise.de bedankt sich bei Wolfgang für die Erstellung dieser Präsentation.

 

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