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Carlsbad Caverns N. P. PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Wolfgang   
Montag, 24. September 2007


Stalagtiten neben Totem Pole
Der Carlsbad Caverns N.P. liegt im Südosten von New Mexico. Den Status eines National Parks erhielt dieser Park am 14. Mai 1930. Bereits am 25. Oktober 1923 wurden die Carlsbad Caverns zum National Monument erklärt und werden seither vom National Park Service verwaltet.

Der Nationalpark liegt am Rande der Guadalupe Mountains. Sie sind die Überreste eines 650 km langen Riffs, das aus den Zeiten stammt, als dieses Gebiet noch von Meerwasser bedeckt war. Die Kalkschichten wurden von Ablagerungen überdeckt und zusammengepresst. Durch Hebungen und Faltungen wurden Teile des ehemaligen Riffs emporgehoben. Durch diese Bewegungen entstanden kleine Risse und Spalten im Gebirge. Dort drang schwach kohlensaures Sickerwasser in die Kalkschichten, löste diese auf und hinterließ ein riesiges Höhlenlabyrinth.

Innerhalb des Nationalparks sind fast 100 Höhlen bekannt. Die Carlsbad Cavern und die nur mit einer Führung zu besichtigende New Cave, auch Slaughter Canyon Cave genannt, sind für die Parkbesucher zugänglich. Für die New Cave ist eine Anmeldung im Visitor Center erforderlich.Die Mehrzahl der Touristen beschränkt sich auf einen Höhlenraum, The Big Room, der Carlsbad Cavern. Nur etwa 3 der insgesamt 20 Meilen dieser Höhle sind für die Öffentlichkeit zugänglich. Man kann die Höhle auf zwei verschiedene Arten erreichen. Die einfachste und schnellste Art ist mit dem Aufzug. Nachteil: Man versäumt den interessanten Abstieg über den natürlichen Höhleneingang. Ein kurzer Fußweg bringt den Besucher vom Visitor Center zum Eingang der Höhle.

Tropfsteinformationen
Dort wird man von Höhlenschwalben empfangen, die im Halbdunkel nisten und ständig aus- und einfliegen. Die Strecke vom Höhleneingang bis zum Big Room beträgt eine Meile (1,6 km). Zuerst geht es über Serpentinen 70 Höhenmeter steil in die Tiefe bis zur Bat Cave, der Fledermaushöhle, die allerdings für Besucher gesperrt ist. In ihr leben in den Sommermonaten mehrere hunderttausend mexikanische Free-tail Bats (Freischwanz-Fledermäuse). Ab der Bat Cave verläuft der Weg wesentlich flacher und man trifft auf die ersten Tropfsteinformationen. Erst in einer Tiefe von 230 Metern erreicht man den Eingang zum Big Room. Hier unten herrscht eine konstante Lufttemperatur von 13 Grad Celsius und 95 % Luftfeuchtigkeit. Bei dieser Temperatur ist eine leichte Jacke oder ein Pullover angeraten. The Big Room, der größte Raum der Carlsbad Cavern ist 550 m lang, im Mittel 100 m breit und bis 80 m hoch. Ein Rundgang von knapp 2 km führt durch eine phantastische Welt aus Tropfsteinen. Der Weg wird von Säulen, Domen, Kathedralen, Vorhängen aus dünnen Steinplatten gesäumt, der Phantasie sind bei dieser unglaublichen Formenvielfalt keine Grenzen gesetzt. Im Gegensatz zu den sonstigen Gepflogenheiten der Amerikaner sind die einzelnen Gesteinsformationen mit wenig Farbe und sehr zurückhaltend ausgeleuchtet. Nach der Besichtigung muss man mit dem Aufzug zurück ans Tageslicht.
Der Rundgang durch den Big Room ist die einzige nicht geführte Tour. Alle sonstigen Höhlen und Räume können nur in Begleitung eines Rangers besichtigt werden. Diese Führungen starten zu festgesetzten Zeiten. Aktuelle Informationen dazu gibt es im Visitor Center.

Eine weitere Attraktion des Nationalparks ist der fast allabendliche Bat Flight. Die Fledermäuse kommen jedes Jahr gegen Ende April aus ihrem Winterquartier im mittleren Mexiko und bleiben bis Oktober in den Carlsbad Caverns. Die in der Bat Cave tagsüber schlafenden Fledermäuse verlassen in der Abenddämmerung ihre Schlafplätze, um über der Wüste nach Insekten zu jagen. Dabei verlassen jede Minute einige tausend Fledermäuse die Höhle. In einem langgezogenen Band fliegen sie in Richtung Osten in ihre Jagdgebiete zum Pecos und Black River. Dort lösen sie sich voneinander, um einzeln nach Insekten zu jagen. Erst gegen Morgen kehren sie zu ihrer Schlafhöhle zurück.

Amphitheater vor dem Höhleneingang
Zur Beobachtung dieses Naturschauspiels wurde vor dem natürlichen Höhleneingang ein Amphitheater errichtet. Dort berichten von Mai bis Oktober jeden Abend Ranger kurz vor dem Ausflug der Fledermäuse (manchmal fliegen sie auch nicht) über deren Lebensweise und Gefahren. Ihr größter Feind ist der Mensch, der auf den Feldern Insektizide ausbringt. Diese werden von den Insekten aufgenommen und reichern sich in den Fledermäusen an, was letztendlich zum Tode führt. Im Nationalpark leben insgesamt über ein Dutzend Fledermausarten.

Die Guadalupe Mountains bilden die nördliche Grenze der Chihuahua-Wüste, die bis weit nach Mexiko hineinreicht. Die Vegetation der trockenen tiefen und mittleren Lagen des Parks besteht überwiegend aus Kakteen, Agaven, Yuccas und Sotol. In feuchten Tälern trifft man auch auf Schwarznuss, Nesselbaum, Eichen und Weiden. Im Bergland wachsen Wacholder, Kiefer und vereinzelt die Texas-Madrone mit ihrer glatten rötlichen Rinde.

Die Tierwelt ist, wie in den meisten Wüstenregionen, überwiegend nachtaktiv. Außer den oben genannten Fledermäusen leben im Park Maultierhirsche, Waschbären, Stinktiere, Erdhörnchen, Hasen, Füchse und über 200 Vogelarten sowie Eidechsen und Schlangen.

Auf insgesamt über 50 Meilen (80 km) Wanderwegen kann der Nationalpark auch oberirdisch erkundet werden.
Neben der asphaltierten Parkstraße gibt es noch einen geschotterten Scenic Drive, den 9,5 Meilen (15 km) langen Walnut Canyon Desert Drive. Es ist eine für Pkws leicht zu befahrende Einbahnstraße durch die Wüsten- und Berglandschaft des Nationalparks. Die enge und kurvenreiche Strecke ist für Wohnmobile nicht geeignet.

Das Visitor Center liegt 7 Meilen (ca. 11 km) vom Parkeingang entfernt, unweit vom Höhleneingang. Es zeigt eine kleine Ausstellung über die Entstehungsgeschichte und Erkundung der Höhlen, der Geologie und der Fledermäuse. Für Besucher mit wenig Zeit bzw. für Besucher in den Wintermonaten steht ein Video zur Selbstbedienung bereit, das sich mit den Fledermäusen beschäftigt und ihren Flug aus der Höhle zeigt. Für den Besuch der Höhlen muss im Visitor Center ein gesonderter Eintritt entrichtet werden. Der National Park Pass sowie der Golden Eagle Pass werden hierfür nicht anerkannt. Die aktuellen Preise für die verschiedenen Touren kann man sich auf den Internetseiten des National Park Service anzeigen lassen. Kinderwagen sind in den Höhlen verboten. Für weitere Auskünfte stehen Parkranger zur Verfügung, die auch die Genehmigungen zur Übernachtung im Hinterland ausstellen.

Im Nationalpark gibt es keinerlei Übernachtungsmöglichkeit. Für das leibliche Wohl sorgen eine Cafeteria bzw. ein Imbiss am Visitor Center und in der Höhle (The Big Room) neben den Aufzügen. Selbst Andenken und Fotomaterial werden in der Höhle verkauft.
Eine kleine Auswahl an Unterkünften, Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten, Tankstellen und einen Campground gibt es direkt vor dem Parkeingang in Whites City oder man fährt weitere 30 Kilometer bis Carlsbad und erhält dafür eine umfangreiche touristische Infrastruktur.

Mehr Bilder zum Carlsbad Caverns N. P. aus unserem Fotoarchiv.

Parkplan:
www.nps.gov/common/commonspot/customcf/apps/maps/showmap.cfm



Das Team von usa-reise.de bedankt sich bei Wolfgang für die Erstellung dieser Präsentation.

 

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 10. Januar 2015 )
 
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