Menu Content/Inhalt

Startseite arrow Informationen arrow Nationalparks 


ALLE |0-9 |A |B |C |D |E |F |G |H |I |J |K |L |M |N |O |P |Q |R |S |T |U |V |W |X |Y |Z

Inhaltsverzeichnis Informationen Nationalparks

Suche nach Schlagwort : grand canyon, north rim, south rim, national, park, grand canyon village


Canyon de Chelly N. M. PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Wolfgang   
Montag, 24. September 2007


Spider Rock
Das Canyon de Chelly N. M. liegt im Nordosten von Arizona, an der Grenze zu New Mexico, ca. 3 Meilen östlich des kleinen Ortes Chinle. Den Status eines National Monuments hat dieser Park am 1. April 1931 erhalten und wird seither vom National Park Service verwaltet.

Der Name "De Chelly" - gesprochen d'tschej - ist eine spanische Übersetzung des Navajo Wortes "Tsegi" und heißt "Felsenschlucht".

Das National Monument besteht eigentlich aus zwei Canyons, die in Form eines "V" zusammenlaufen. Der südlichere heißt Canyon de Chelly, der andere Canyon del Muerto (d.h. Canyon der Toten). Er erhielt seinen Namen im Jahre 1882, als man bei einer Expedition in diesem Canyon Überreste von Grabstätten vorgeschichtlicher Indianer fand. Beide Canyons blicken auf eine lange und zum Teil unrühmliche Vergangenheit zurück. Bereits etwa 350 n.Chr. siedelten dort die "Korbmacher", die in runden Grubenhäusern lebten. Erst in der Zeit zwischen 700 und 1300 n.Chr. entstanden die Pueblos (span. Wort für Dorf) unter den Felsklippen. Die Jahre nach 1.300 waren durch lang anhaltende Dürren gekennzeichnet. In dieser Zeit wurden sehr viele Siedlungen im Südwesten der USA verlassen. Erst um 1700 n.Chr. besiedelten wieder Indianer den Canyon de Chelly dauerhaft. Es waren die Navajos, die bisher im Norden New Mexicos gelebt hatten.

Die Navajo Indianer waren ein kriegerischer Stamm. Die Reaktionen der jeweiligen Regierungen waren immer nur eine Frage der Zeit. So wurden bei einer Strafexpedition der Spanier 1805 an einem Tag über 100 Navajos getötet. Aber nicht im Kampf, es war ein Massaker überwiegend an Frauen, Kindern und alten Menschen, die sich in einer Höhle versteckt hatten. Die Überfälle der Indianer ließen in den darauf folgenden Jahrzehnten nicht nach. Mittlerweile stand dieses Gebiet unter amerikanischer Verwaltung.

Einblick in den Canyon de Chelly
In den ersten Jahren nach 1860 kämpften amerikanische Truppen ziemlich erfolglos gegen die Navajos. Erst als man nach dem Prinzip der "verbrannten Erde" vorging, die Felder und Obstbäume der Indianer zerstörte und das Vieh tötete oder konfiszierte, konnte man die Indianer bezwingen. Im Winter 1864 wurde der letzte Widerstand im Canyon de Chelly von der Kavallerie unter der Führung von Kit Carson gebrochen. Die eingekesselten Navajos kapitulierten erst nach wochenlangem Widerstand halb verhungert und erfroren. Die Niederlage der Indianer führte den Stamm mit 8000 Menschen auf den "Langen Marsch" zurück nach New Mexico, in das erste Indianerreservat der amerikanischen Geschichte. 1500 Navajos überlebten den Marsch und die anschließende Zeit im Reservat nicht. Bereits vier Jahre später durften die Navajos in den Canyon de Chelly zurückkehren. Noch heute leben sie im Canyon und sind Teil der Navajo Nation, die im Großraum der Four Corners beheimatet ist, also dort, wo die Staatsgrenzen von Arizona, Utah, Colorado und New Mexico zusammentreffen.

Heute kann man sich im Visitor Center, das sich kurz hinter dem Parkeingang befindet, über die Geschichte der Canyons, über die Lebensweise der verschiedenen Indianerepochen und über die Geologie informieren. Die Ranger erteilen Auskünfte über Führungen und Fahrten in die beiden Canyons. Wer mit seinem allradgetriebenen Fahrzeug zum Park kommt und in die Canyons fahren möchte, muss sich im Visitor Center einen Navajo Guide anheuern. Wem ein solches Fahrzeug fehlt, der kann sich auf umgebauten Pritschenwagen einer geführten Tour anschließen. Die halb- oder ganztägigen Touren können im Visitor Center und in der Thunderbird Lodge, ca. 1 km südlich vom Visitor Center, gebucht werden. Der Trail zur White House Ruin ist der einzige Weg in den Canyon, auf dem man keinen Ranger oder Navajo Guide benötigt. Das Zelten im Hinterland ist mit einem Navajo Guide erlaubt.

Antelope Ruin
Am Visitor Center gabelt sich die Parkstraße in den South Rim Drive und in den North Rim Drive. Der 18 Meilen lange South Rim Drive (einfache Strecke) verläuft entlang des Canyon de Chelly mit insgesamt acht Aussichtspunkten. Die Straße endet am Spider Rock Overlook, einer fast 250 m hohen Felsnadel. Der 17 Meilen lange North Rim Drive (einfache Strecke) führt entlang des Canyon del Muerto mit vier Aussichtspunkten. Vom Rand der Canyons sind die Überreste verschiedener Puebloruinen zu sehen. Ferner hat man eine schöne Sicht auf die eigentlichen Canyons mit ihren bis zu 300 m hohen Felswänden.

Im Monument befindet sich der Cottonwood Campground, der etwas südlich vom Visitor Center liegt. Als weitere Unterkunft steht die bereits oben genannte Thunderbird Lodge mit Restaurant zur Verfügung.
In eingeschränktem Umfang gibt es weitere Unterkünfte sowie Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten in Chinle.

Mehr Bilder zum Canyon de Chelly N. M. aus unserem Fotoarchiv.

Parkplan:
http://www.nps.gov/cach/planyourvisit/upload/CACHmap1.pdf
 



Das Team von usa-reise.de bedankt sich bei Wolfgang für die Erstellung dieser Präsentation.

 

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 10. Januar 2015 )
 
< Zurück   Weiter >