Texas' Parks locken mit Abenteuer und Natur pur Drucken
Dienstag, den 23. Juli 2019 um 16:48 Uhr

Im Big Bend National Park
Im Big Bend National Park
Ab in die Wildnis! Unberührte Natur, eine raue Wildnis und zahlreiche Outdooraktivitäten warten in den 90 State Parks und fünf Nationalparks des Lone Star States auf Abenteurer und solche, die es noch werden wollen. Ob Wandern entlang beeindruckender Schluchten, angeln an einem der vielen Seen oder surfen auf Sandhügeln - jeder Park hat seinen ganz eigenen Reiz und wartet nur darauf, erkundet zu werden. Aus einem Tagesausflug kann oft schnell ein längerer Urlaub werden - verfallen doch viele der Schönheit der Parks …

 

Big Bend National Park: Zwischen Kakteen und Wasserfällen

Im Südwesten von Texas geht es in einem der größten Nationalparks der Vereinigten Staaten - den Big Bend National Park - vom Ufer des Rio Grande bis auf knapp 2.450 Meter hinauf auf den Gipfel des Emory Peak, wo die Besucher mit einem spektakulären Blick bis nach Mexiko belohnt werden.

Beeindruckend: Big Bend N.P.
Beeindruckend: Big Bend N.P.
Inmitten von Wüstencanyons, Wasserfällen und beeindruckenden Kakteenformationen sowie einer beeindruckenden Tierwelt mit Adlern, Kojoten, Schwarzbären und Berglöwen holt sich hier jeder Abenteurer den besonderen Adrenalinkick. Doch auch Vogelliebhaber kommen hier voll auf ihre Kosten: Entlang des Lost Mine Trails mit seinen Wacholder-, Eichen- und Kiefernwäldern sowie farbenfrohen Wildblumen lassen sich zahlreiche heimische Vogelarten beobachten. Der Park bietet seinen Übernachtungsgästen einen beeindruckenden Sternenhimmel und gilt seit 2012 offiziell als Lichtschutzgebiet.

Palo Duro Canyon State Park: Der Grand Canyon von Texas

Der Palo Duro Canyon ist der zweitgrößte Canyon der Vereinigten Staaten und bietet eine 193 Kilometer lange Landschaft aus roten Sandsteinfelsen - allen voran der beeindruckende Lighthouse Rock. Der etwa 40 Kilometer von Amarillo entfernte Canyon lässt sich bequem zu Fuß, per Mountainbike, mit dem Auto oder gar auf dem Pferd erkunden.
Amarillo: Cadillac Ranch
Amarillo: Cadillac Ranch
Vom Besucherzentrum aus haben die Gäste einen spektakulären Blick über den Canyon und können sich gleichzeitig über dessen Geschichte informieren - archäologische Exponate, indianische Keramik und Schmuck sowie historische Filmaufnahmen entführen in vergangene Zeiten. Der Tag lässt sich nach einem typischen Barbecue am besten gemütlich beim Texas Outdoor Musical im Pioneer Amphitheater ausklingen, während die Geschichte der Texas Panhandle Plains mit Gesang, Tanz und viel texanischem Humor nachempfunden wird. Unter dem klaren Sternenhimmel entschwinden die Gäste anschließend in ihren wohlverdienten Schlaf.

Caprock Canyons State Park: Auf du und du mit Bisons

Nicht ganz so groß wie die benachbarten Parks, jedoch nicht weniger beeindruckend ist der Caprock Canyons State Park im Nordosten des Lone Star States. Er beherbergt auf der 700 Hektar großen Graslandschaft die offizielle Bisonherde des Staates Texas, die keine Rinder-DNA enthält - und somit eine genetische Quelle für viele andere Bisonherden darstellt. Jedes Jahr im September veranstaltet die Stadt Quitaque das Texas State Bison Herd Music Festival mit Auftritten lokaler Countrysänger, wobei der Erlös dem Erhalt der Herde zugutekommt. Des Weiteren lassen sich im Park neben Opossums, Waschbären, Kojoten sowie zahlreichen Schlangen- und Eidechsenarten auch Steinadler beobachten. Am Ufer des großen Lake Theo wiederum lässt es sich wunderbar picknicken - das Tolle daran: Man kann sich sein Abendessen direkt selbst angeln.

Monahans Sandhills
Monahans Sandhills
Monahans Sandhills State Park: Der Sandkasten für Erwachsene

Wer schon immer einmal den Sonnenaufgang in der Wüste miterleben wollte, ist in Texas genau richtig: Inmitten von 20 Meter hohen Sanddünen wähnen sich Besucher hier wohl eher in der Sahara als in Texas - der Monahans Sandhills Park ist Teil einer Dünenlandschaft, die sich auf 320 Kilometer im Westen des Staates ausbreitet. Wo sich einst Indianerstämme ansiedelten, gleiten heutzutage passionierte Sandboarder, -surfer und -rodler gekonnt die Hügel hinab. Doch die Wüste ist belebter als sie scheint, wächst hier doch eine große Vielfalt an Bäumen und Wildblumen inmitten der unwirklichen Umgebung, die sich am besten vom Rücken eines Pferdes aus bewundern lässt.

Fredericksburg: The enchanted rock
Fredericksburg: The enchanted rock
Lake Bob Sandlin State Park: Romantik auf dem Wasser und an Land

Gigantische Bäume, hüfthohes Gras und ein 3.642 Hektar großer See: Im Lake Bob Sandlin State Park im Nordosten des Staates treffen zwei Ökosysteme aufeinander, die ideale Bedingungen für zahlreiche Aktivitäten wie Angeln, Kajak- oder Bootfahren, Wasserskifahren sowie Wanderungen entlang des Sees bieten. Während der Herbstmonate erstrahlt der Wald um den See mit seinen Ahornbäumen in warmen Rot- und Gelbtönen und verleiht dem Park seinen romantischen Charakter. Auch der Sonnenuntergang ist spektakulär: Bevor sich der Tag dem Ende neigt, versinkt die Sonne langsam am Horizont und lässt den See optisch erglühen.

Bilder: © Texas Tourism, Chase A. Fountain TPWD

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 25. Juli 2019 um 09:44 Uhr